Ballhaus Naunynstraße
Naunynstr. 27
10997 Berlin (Kreuzberg)
Verkehrsverbindungen
U1 und U8, Kottbusser Tor
Bus M29 und 140, Adalbertstr./Oranienstr.

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Tickets
Reservierung: Tel. (030) 754 537 25
Die Kasse ist an Spieltagen von 17.30 bis 20 Uhr geöffnet. Telefonische Reservierung sowie Informationen zu Gruppenpreisen, Sozialtickets und anderen Ermäßigungen: Mo–Fr von 17–19 Uhr, an Spieltagen (auch Sa/So) von 17–20 Uhr. Nur Barzahlung (keine EC- oder Kreditkarten).
Reservierte Tickets müssen eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden!
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Links
Gastspiele 2012
SCHNEE
Garage X, Wien, 8./9.2.2012
TAG FÜR TAG
Exil, Eberswalde, 23./24.2.2012
VERRÜCKTES BLUT
Fürstenfeldbruck, Veranstaltungsforum, 14./15.2.2012
Prag, Nová Scéna, 5.3.2012
Bonn, Kammerspiele Bad Godesberg, 28./29.3.2012
Karlsruhe, Badisches Staatstheater, 23./24.4.2012
Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau, 25./26.4.2012
Halle, Neues Theater, 27.4.2012
Nürnberg, Tafelhalle, 4.5.2012
Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, 16.5.2012
Das Ballhaus Naunynstraße wurde 2008 von der künstlerischen Leiterin Shermin Langhoff unter der Schirmherrschaft von Fatih Akın als translokales Theater neu eröffnet und ist seitdem ein Kristallisationspunkt für KünstlerInnen migrantischer und postmigrantischer Verortung und weit darüber hinaus.
In den ersten beiden Spielzeiten wurden bei einer Auslastung von über 90 Prozent 50.000 BesucherInnen erreicht – mit 20 Premieren und Uraufführungen von Eigen- und Koproduktionen; mit vielen Gastspielen von Hamburg bis München, Amsterdam bis Bern und Istanbul bis New York; mit einer großen Anzahl interdisziplinärer Projekte, Filmreihen, Lesungen, Konzerten und mit lokalen Projekten zur Kunstvermittlung wie der Kiez-Monatsschau im Rahmen der akademie der autodidakten.
Die dritte Spielzeit brachte eine verstärkte Aufmerksamkeit durch die deutschsprachige und internationale Theaterlandschaft mit sich, nachdem Verrücktes Blut von Nurkan Erpulat und Jens Hillje, einer Koproduktion mit der Ruhrtiennale, im Jahr 2011 zu einem Dauergast auf renommierten Festivals wie dem Berliner Theatertreffen, den Mühlheimer Theatertagen und dem Heidelberger Stückemarkt avancierte.
Unterdessen stieg die Auslastung des kleinen, charismatischen Hauses in der Nähe des Kottbusser Tors auf über 100 Prozent , erreichte alleine im Haus 26.000 gezählte BesucherInnen und über die Gastspiele von Verrücktes Blut, Lö Bal Almanya, Ferienlager und anderen Stücken weitere 10.000 ZuschauerInnen, die neue künstlerische Praxis im Ballsaal von 1863 wurde zum vielfachen Forschungs- und Vorzeigeobjekt verschiedenster Disziplinen und zuletzt von Kritiker/innen der Deutschen Bühne zum überzeugendsten Off-Theater bundesweit gewählt.
Im Fokus der Aufmerksamkeit steht ein breites Netzwerk an KünstlerInnen und KuratorInnen. Unter anderem arbeiten Simone Dede Ayivi, Nevin Aladag, Züli Aladag, Mıraz Bezar, Wagner Carvalho, Neco Çelik, Nurkan Erpulat, Modjgan Hashemian, Hakan Savaş Mican, Emine Sevgi Özdamar, Michael Ronen, Marianna Salzmann, İdil Üner, Feridun Zaimoğlu u.v.a. für das Ballhaus. Mit dem Regisseur Nurkan Erpulat arbeitet Shermin Langhoff bereits seit 2006 eng zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstanden noch am Hebbel Am Ufer (HAU) die Inszenierungen Faked und Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke?, am Ballhaus Naunynstraße dann Schattenstimmen, die Musiktheaterproduktion Lö Bal Almanya und zuletzt Verrücktes Blut in Koproduktion mit der Ruhrtriennale.
Auf der ständigen Suche nach Neuerungen und Erweiterungen des Blickfeldes, Brüchen und verschütteten Erinnerungen bildet sich das Haus ohne Ensemble dennoch einen festen Stamm an Gesichtern, Namen und Haltungen, die das postmigrantische Theater über das Schlagwort der Saison hinaus zu einem Experimentierfeld machen, das vom ästhetischen in den soziokulturellen Raum hinein und durchaus auch wieder zurück strahlt. Im genannten Ensemble spielen unter anderen Sesede Terziyan, Mehmet Yılmaz, Nora Abdel-Maksoud, Cem Sultan Ungan, Aylin Esener, Pınar Erincin, Melek Erenay, Muri Seven, Elmira Bahrami, Vernesa Berbo, Theresa Henning, Pegah Ferydoni, Sanam Afrashteh, Laurens Walter, Tim Seyfi, Michael Wenzlaff , Peter Becker und Tamer Arslan.
Das Ballhaus Naunynstraße ist eine kommunale Einrichtung von Friedrichshain-Kreuzberg in Trägerschaft von kultursprünge e.V., gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten und unzähligen Einzelprojektförderern, wie dem Hauptstadtkulturfonds, der Kulturstiftung des Bundes, dem Auswärtigen Amt u.v.a.
Foto: Lutz Knospe

