KÜNSTLER/INNEN A - E
Aziza A.
Mitte der Neunziger Jahre begann Aziza A. ihre Karriere als Vokalistin in einem Berliner Studio, das befreundeten Künstlern gehörte. 1997 veröffentlichte sie als erste deutschtürkische Rapperin ihr Debütalbum Es ist Zeit, mit dem sie auf Platz zwei der World Music Charts stieg. Ihr zweites Album Kendi Dünyam erschien 2000 in der Türkei und ein Jahr später auch in Deutschland. Als Filmschauspielerin wirkte Aziza A. u.a. in Kutluğ Atamans Lola und Bilidikid und Buket Alakuş’ Eine andere Liga mit, bei denen sie auch die Soundtracks mitgestaltete. Ihr Theaterdebüt gab sie 2000 mit Koppstoff, einem Stück nach dem gleichnamigen Buch von Feridun Zaimoğlu. Am Ballhaus Naunynstraße war sie zuletzt in dem szenischen Liederabend Gazino Arabesk zu sehen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
GAZINO ARABESK
Nora Abdel-Maksoud
Nora Abdel-Maksoud wurde in München geboren. 2005 begann sie ihr Schauspiel-Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Für ihre Darstellung der Miranda in dem von Robert Gallinowski inszenierten Stück Der Sturm wurde Nora Abdel-Maksoud 2008 beim Theatertreffen Deutschsprachiger Schauspielstudierender mit dem Solo-Preis ausgezeichnet. Seit 2009 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin für Film- und Theaterproduktionen. Sie spielte u.a. am Hans-Otto-Theater Potsdam und in Kinofilmen wie Shahada und Barriere.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
VERRÜCKTES BLUT
SCHNEE
BLOODSHED IN DIVERCITY
Jean-Philippe Kodjo Adabra
Jean-Philippe Kodjo Adabra wurde1978 in München geboren. Bis 2008 studierte er auf der Filmschauspielschule Berlin. Er war an verschiedenen Kurzfilmen und Fernsehfilmen beteiligt. Im Saalbau Neukölln spielte er 2008 bei Geschlechtsleben der Migranten (Regie: Peter Wittig).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
Mike Adler
Mike Adler wurde 1978 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg stand Mike Adler in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen vor der Kamera, u.a. in The Less Alive (Kino, Regie: Andreas Schaap) und in den Serien KDD-Kriminaldauerdienst, GSG 9 und Anna und die Liebe. In Wholetrain (Kino, Regie: Florian Gaag, Grimmepreis 2009) war er als Bester Jugendlicher Hauptdarsteller für den UNDINE AWARD nominiert.
Er spielte in Nuran David Calis Fernsehfilm Frühlingserwachen (2009) und arbeitete mit ihm auch bei den Theaterproduktionen Schattenstimmen (Deutsches Theater Berlin), Peer Gynt (Staatsschauspiel Dresden) und Romeo und Julia (Maxim Gorki Theater). Darüber hinaus war er unter anderem an Theaterproduktionen am Theater Kiel und am Hans-Otto-Theater Potsdam beteiligt. 2007 erschien sein Debütalbum Dreckiges Deutsch.
Der kleine Bruder des Ruderers ist seine erste Arbeit am Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
Sanam Afrashteh
Nach einem vierjährigen Schauspielstudium an der Hochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig kam Sanam Afrashteh 2001 für ihr erstes Engagement ans Carrousel Theater nach Berlin. Dort lebt und arbeitet sie, inzwischen freischaffend, als Schauspielerin, Sängerin und Sprecherin. Seit 2003 gibt sie regelmäßig Drama-Workshops für arabische Frauen am Theater in Gaza/Palästina.
Seit Juni 2006 ist sie in Helena Waldmanns Tanztheaterinszenierung Return to sender - Letters from Tentland auf nationalen und internationalen Tanzfestivals zu sehen und seit Herbst 2006 als Yasemin in der ZDF-Serie Löwenzahn. Für das Kleine Fernsehspiel stand sie 2006 in Die Überflüssigen unter der Regie von Aleksandra Kumorek vor der Kamera, und im März 2008 entstand die dritte Staffel der Sat1-Comedy-Serie Kookaburra, in der sie die junge Inderin Shanti Shihora spielt.
Im Rahmen des Eröffnungsfestivals des Ballhaus Naunynstraße DOGLAND – Junges postmigrantisches Theater spielte sie in der Inszenierung Der Besuch von Hakan Savaş Mican.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER BESUCH
TEHRAN BANOU – LADY TEHERAN
NATHAN MESSIAS
Erol Afşin
Erol Afşin wurde in Adana/Türkei geboren und ist dort aufgewachsen. Nach seinem Abitur erhielt er als einziger Student ein Vollstipendium. Er studierte daraufhin ein Jahr Tourismus und Hotelmanagement an der Universität Okan in Istanbul entschied sich dann aber der Türkei den Rücken zu kehren, um in Deutschland an Schauspielschulen vorzusprechen. Die Wahl fiel auf Deutschland, da seine Eltern ihm eine Schauspielkarriere in der Türkei verweigerten. In Deutschland bewarb er sich an der Folkwang Universität der Künste, wo er aufgrund seiner Sprachkenntnisse nicht angenommen wurde. Jedoch begeisterte er den Leiter des Fachbereiches Schauspiel, Johannes Klaus, so dass dieser ihm eine Zusammenarbeit anbot. Seit April arbeitet Erol Afşin als Schauspieler und Regieassistent bei verschiedenen Produktionen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
VERRÜCKTES BLUT
Erdal Ugur Ahlatci
Erdal Ugur Ahlatci studierte Medieninformatik an der Technischen Fachhochschule in Berlin. Während seines Studiums gründete er Xpedient.org, ein Antirassismus-Netzwerk im Internet. Jugendliche haben unter seiner Redaktionsleitung die Inhalte dieser Website gestaltet. Seit Ende seines Studiums interessiert sich Erdal Ahlatci hauptsächlich für die Themen Medien und Migration sowie Arbeit mit nichtdeutschen Jugendlichen. So war er Tutor für das Projekt VOLICITY im Jugendzentrum Naunynritze in Kreuzberg. Im Rahmen des Projektes wurde der Film Stolz und Vorurteil mit Jugendlichen entwickelt und realisiert. Des Weiteren war er für das Projekt MOVE des Türkischen Bundes in Berlin und Brandenburg als Dozent und Jugendberater tätig. Ziel des Projektes ist, unter 25-jährige junge Menschen ohne Arbeit Ressourcen orientiert zu qualifizieren und beruflich zu motivieren.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KIEZ-MONATSSCHAU: NACHRICHTEN AUS DER NAUNYNSTRASSE VII
Hassan Akkouch
Hassan Akkouch wurde im Libanon geboren. Er war erst zwei Jahre alt, als er mit seiner Familie nach Deutschland flüchtete. Seitdem war die Familie von ständigen Abschiebungen bedroht. Dieses Schicksal und das besondere Engagement der Kinder und Jugendlichen der Familie hat der Regisseur in dem Dokumentarfilm Neukölln Unlimited beschrieben, der auf der Berlinale 2010 den Gläsernen Bären gewann.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
VERRÜCKTES BLUT
Sinan Akkuş
Sinan Akkuş (geb. 1970 in Erzincan/Türkei) arbeitet als Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler in Köln. Er kam 1973 nach Deutschland und machte sein Abitur in Kassel. Während seines Studiums der visuellen Kommunikation mit dem Schwerpunkt Film und Fernsehen an der Kunsthochschule Kassel ging er 1995 als Austauschstudent nach Kuba an die Escuela Internacional de Cine y Televisión. Seine Kurzfilme erhielten mehrfach Auszeichnungen, u.a. den Friedrich-Murnau-Kurzfilmpreis für seinen Film Sevda heißt Liebe (2000), sowie den Publikumspreis in Lünen für seinen Film Lassie (2002). 2008 stellte er seinen ersten langen Kinofilm Evet, ich will! fertig.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
KAHVEHANE RELOADED
Nevzat Akpınar
Nevzat Akpınar, der sich das türkische Saiteninstrument Bağlama im Selbststudium beibrachte, absolvierte in den 80er Jahren Meisterkurse bei dem legendären Sänger und Bağlama-Virtuosen Talip Özkan in Paris. Es folgten Tonsatzunterricht und Instrumentenkunde bei Tayfun Erdem und Klavierunterricht bei Henning Schmiedt. 2002 schloss er sein Studium in Vergleichender Musikwissenschaft (Musikethnologie) und Turkologie ab. In verschiedenen Projekten wirkte er als Bağlamaspieler mit, u.a. im Rahmen der Europatournee von Mikis Theodorakis und Zülfü Livaneli, bei Leseabenden mit Gisela Kraft und bei der Aufführung von Die Entführung aus dem Serail unter der Regie von Georg Tabori. Mit seiner griechisch-deutschen Rembetiko-Band Zotos Compania veröffentlichte er zwei Alben und komponierte Solostücke für Bağlama nach türkischen Gedichten und Kammermusik.
Akpınar komponierte auch die Musik für das im Ballhaus Naunynstraße produzierte Tanzstück Zeybreak, in dem HipHop und der traditionelle türkischer Tanz, zeybek, zu einer neuen Tanzform verbunden wurden.
Zuletzt trat er mit seinem Projekt Johann Dede, ein Stück für Streichorchester, mit den Berliner Symphonikern in der Philharmonie auf. 2007 gab er mit Nevzat Akpınar Ensemble im Rahmen des Berlin in Lights Festival ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall.
Emre Aksızoğlu
Emre Aksızoğlu wurde 1988 in Heidelberg geboren und ist in Mannheim aufgewachsen. Nach seinem Abitur begann er 2008 ein Schauspielstudium an der Folkwang Hochschule Essen, Bochum (Abschluss 2011). Bereits 2009 war er in Romeo und Julia in der Inszenierung von Cilli Drexel am Schauspielhaus Essen zu sehen. Im Jahr darauf spielte er im gleichen Theater unter der Regie von Brian Michaels in Richard III mit.
Emre Aksızoğlu spielt in Verrücktes Blut erstmalig im Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
VERRÜCKTES BLUT
Züli Aladağ
Züli Aladağ wurde in Van/Türkei geboren und kam1973 nach Deutschland, wo er in Stuttgart aufwuchs. Seine ersten Erfahrungen mit dem Medium Film sammelte er während eines sechsmonatiges Praktikum bei Roland Emmerichs Moon 44; daran schloss sich die Mitarbeit bei Kurz-, Werbe-, Spiel- und Dokumentarfilmen an. 1993 bis 1996 arbeitete er als Produzent bei Erasmus Film in München zuständig für Dokumentarfilme. Von 1996 bis 1999 folgte ein Regiestudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln. In dieser Zeit drehte er den dokumentarischen Kurzfilm Zoran, für den er 1997 unter zahlreichen Auszeichnungen auch die Silberne Taube auf dem Dokumentarfilmfestival in Leipzig erhielt. Weitere preisgekrönte Kurzspielfilme entstanden: Bevor der Tag anbricht, Hör Dein Leben und Ausbruch. Nach dem Studium gründete Aladağ die Initiative »junges europäisches kino« (jek) und produzierte hierfür eine Edition von fünf Kurzspielfilmen. 2002 feierte er mit dem Boxerdrama Elefantenherz mit Daniel Brühl in der Hauptrolle sein mit mehreren Preisen ausgezeichnetes Kinodebüt. Für den WDR drehte er daraufhin die zwei Tatort-Folgen Mutterliebe und Erfroren. Nachdem er für RBB/ARTE den Dokumentarfilm Die Türken kommen über den EU-Beitritt der Türkei realisierte, übernahm er die Regie für den WDR-Fernsehfilm Wut, der bisher mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der Adolf-Grimme-Preis, die Goldene Kamera und der Golden Gate Award. Gemeinsam mit Feo Aladağ gründete er 2006 die Produktionsfirma Independent Artists, deren erste Produktion Feo Aladağs Kinodebüt Die Fremde ist.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
WAS WILL N. IN DER NAUNYNSTRASSE?
Nevin Aladağ
Nevin Aladağ wurde in Van/Türkei geboren. Sie kam 1973 nach Deutschland und wuchs in Stuttgart auf. Inzwischen lebt und arbeitet sie als Bildende Künstlerin in Berlin. 2000 schloss sie ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste München mit einem Diplom der Bildhauerei ab. 1998 gründete sie zusammen mit drei Kommilitonen das Café Helga und die Galerie Goldankauf. Mit einem umfassenden Katalog schlossen sie das Projekt 2001 ab. Seit 1996 bestreitet sie Einzel- und Gruppenausstellungen in internationalen Museen, Galerien und Institutionen. Z.B. in der Villa Arson, Nizza; Museum Fridericianum, Kassel; Centre Culturel Suisse, Paris; Haus der Kunst, München; Martin Gropius Bau, Berlin; Kunsthalle Budapest; CIA.IS, Reykjavik; Museo Tamayo, Mexico City; Museum Ludwig, Köln; Kunsthaus Zürich etc. Sie stellte auf der Cetinje Biennale in Montenegro 2005 aus; 2007 bei der Internationalen FotoTriennale, Esslingen; 2008 nahm sie an der Quadrennial for Contemporary Art in Kopenhagen teil. Ebenso 2008 an der 8. Taipei Biennale; 2009 Biennale Cuvee in Linz und auf der 11. Istanbul Biennale ist ihre Video Trilogie City Language zu sehen. 2004 war sie Preisträgerin des George Maciunas Förderpreis und 2007 erhielt sie den GASAG Förderpreis. Sie erhielt Stipendien u.a. vom Künstlerhaus Bethanien Berlin 2003 und zuletzt in den Künstlerhäusern Worpswede 2008. Im Rahmen von beyond belonging produzierte sie 2006 ihre Videoarbeit Voice over.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
WAS WILL N. IN DER NAUNYNSTRASSE?
Adriana Altaras
Adriana Altaras wurde in Zagreb geboren, wuchs in Italien und Deutschland auf. Nach dem Abitur studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin und vervollständigte ihre Ausbildung an der New York University. Sie ist Mitbegründerin des Theaters Zum Westlichen Stadthirschen in Berlin, wo sie mehrere Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin tätig war.
1988 erhielt sie den Bundesfilmpreis, wurde 1993 mit dem Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet und war Mitglied des Paradiso-Ensembles, das den Schauspielerpreis (Silberner Bär) der Berlinale 2000 in Empfang nahm. Hinzu kommen Engagements am Maxim-Gorki-Theater und der Freien Volksbühne in Berlin, am Theater Basel, in Konstanz und Stuttgart. Neben der Theater- und Filmarbeit ist sie für Steven Spielbergs Shoah Foundation als Interviewerin tätig.
Film- und Fernsehproduktionen: Mein Führer! Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler; Alles auf Zucker; Das Tor zum Himmel; Paradiso – 7 Tage mit 7 Frauen.
Am Ballhaus Naunynstraße war sie in dem Stück Café Europa vs. Dog eat Dog zu sehen, das im Rahmen des Eröffnungsfestivals Dogland - Junges postmigrantisches Theater inszeniert wurde.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CAFÉ EUROPA vs. DOG EAT DOG
Ercan Altun
Ercan Altun wurde in Bremen geboren, wo er auch aufwuchs. Nach dem Abitur absolvierte er in Hamburg eine dreijährige Schauspielausbildung, die er 1995 abschloss. Engagements an Stadt- und Staatsheatern u.a. in Hamburg, Berlin, Köln, Schwerin und Bremen folgten. Bis 2006 gehörte er zum Ensemble des Hamburger Jedermann. Außerdem spielte er in freien Produktionen und auf Festivals u.a. auf Kampnagel (Hamburg), Palermo di Scena (Sizilien) und dem Akzente Festival (Duisburg). Im Rahmen von Beyond Belongings war er 2006 in der Inszenierung Otobüs (R: Ayşe Polat) am Hebbel am Ufer und 2008 in Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke? von Nurkan Erpulat und Tunçay Kulaoğlu zu sehen (UA Hebbel am Ufer; Wiederaufnahme Ballhaus Naunynstraße 2008). Er wirkte in zahlreichen Hörspielen für den WDR und NDR und in diversen TV-Produktionen mit. Als Schauspielcoach und Theatertherapeut arbeitet er mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
Mark Andre
Er studierte am Conservatoire National Supérieure de Musique de Paris (CNSMP) Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre, musikalische Analyse sowie im musikalischen Forschungsbereich. Seine Lehrer waren u.a. Claude Ballif und Gérard Grisey (später Meisterkurs bei Wolfgang Rihm).
Nach Studien an der École Normale Supérieure, Paris (Ulm) und am Centre d’Études Supérieures de la Renaissance, Tours. Promotion über das Thema »Le compossible musical de l’Ars subtilior« im Fach Musikwissenschaft. Weiterführendes Studium (»Grosses Kompositionsexamen«) bei Helmut Lachenmann an der Hochschule für Musik Stuttgart (Stipendium des französischen Aussenministeriums). Er absolvierte zahlreiche Stipendiate (Villa Medici, DAAD, Akademie Schloβ Solitude etc.) und erhielt mehrere Preise (Förderpreis des Berliner Kunstpreises der Akademie der Künste, Christoph und Stefan Kaske Kompositionspreis, Kompositionsförderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung etc.). Er erhielt unter anderem den Orchesterpreis der Donaueschinger Musiktage für die Komposition »…auf…« III durch das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Das gesamte Triptychon wurde im März 2009 im Rahmen der Berliner Märzmusik in der Berliner Philharmonie uraufgeführt. Mark Andre hat Lehraufträge für das Conservatoire National, Strassburg sowie die Musikhochschule in Frankfurt.
Am Ballhaus Naunynstraße komponierte er die Musik für das Tanzstück Cuppa Char von Canan Erek (Premiere 7.5.2009).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CUPPA CHAR
Shiva Arastuie
Shiva Arastuie wurde 1961 in Teheran geboren, wo sie bis heute als Schriftstellerin, Dozentin und Schauspielerin lebt und arbeitet. Neben dem Schreibkurs „Vanka“, den sie seit zehn Jahren leitet, gab sie Schreibseminare für Erzählungen an der Hochschule für Kunst und an der Farabi Universität in Teheran. Derzeit betreut sie diesen Kurs an einer privaten Kunsthochschule. Ihr Erzählband Sonnenschein, Mondenschein wurde 2003 mit dem Yalda-Preis, dem Literaturpreis von Isfahan und dem Preis der Hushang Golshiri Stiftung ausgezeichnet. Neben Erzählungen und Gedichten hat sie bislang fünf Romane veröffentlicht, darunter Die erste Fassung (1998), Bibi Shahrzad (2000), Der Himmel ist nicht leer (2003), Ich bin kein Mädchen (2005) und Opium (2005).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
OPIUM
HAPPY REVOLUTION
Hendrik Arnst
Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin spielt der gebürtige Weimarer Hendrik Arnst in Anklam, Aachen und Mannheim Theater, um schließlich mit Frank Castorf, mit dem er bereits seit Anklam zusammenarbeitet, an die Berliner Volksbühne zu gehen, wo er 14 Jahre zum Stammensemble gehört. Darüber hinaus wirkt er in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen mit. Ob Tatort, Polizeiruf 110 oder Kinoproduktionen wie Peter Bogdanovichs Cat´s Meow - die Liste der RegisseurInnen, mit denen er zusammenarbeitet, ist lang: Andreas Kleinert, Sönke Wortmann, Stephen Daldry, Carlo Rola, Rainer Kaufmann – um nur einige zu nennen. Seit 1966 lebt er mit kurzen Unterbrechungen in Berlin.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DIE SCHWÄNE VOM SCHLACHTHOF
Tamer Arslan
Tamer Arslan wurde in Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. Während seines Freiwilligen Sozialen Jahres sammelte er erste Theatererfahrungen an der Schauspielschule in Pescara. Erste Rollen beim Film spielte er in der ZDF-Serie Kriminaldauerdienst und in dem ZDF-Movie Wohnungstausch und Liebesrausch unter Regie von Berno Kürten. 2008 entschloss er sich zu einer Ausbildung an der FilmSchauspielSchule Berlin. Seitdem spielte er u.a. in Ferienlager – Die 3. Generation am Ballhaus Naunynstraße sowie in Macbeth am Hans-Otto-Theater in Potsdam unter der Regie von Lukas Langhoff. Er spielte u.a. in den Kinofilmen Westerland (Tim Staffel; 2010) und The Palace (Anthony Maras; 2011).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
FERIENLAGER – DIE 3. GENERATION
VERRÜCKTES BLUT
Adolfo Assor
Adolfo Assor wurde in Valdivia, Chile, geboren. 1974 schloss er sein Schauspielstudium an der Universidad de Chile in Santiago de Chile ab. Bis 1986 Mitwirkung in zahlreichen Theaterinszenierungen u.a. von Beckett, Kafka, Lorca, sowie in Fernsehfilmen. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. 1986 Umzug nach Deutschland, wo er im Jahr darauf in Berlin-Kreuzberg das Garn-Theater gründete, das bis heute besteht.
Als Schauspieler ist er für Theater und Film gleichermaßen tätig. Zusammenarbeit u.a. mit den Regisseuren Fred Keleman und Detlev Buck. Zu seinen letzten Theaterarbeiten zählen u.a. Captain Berlin vs. Hitler (Regie: Jörg Buttgereit) am Hebbel am Ufer, sowie The Waste Land - Das öde Land von T.S. Eliot (Regie: Aureliusz Smigiel) am Theater Eigenreich.
Im Rahmen des Eröffnungsfestivals Dogland - Junges Postmigrantisches Theater am Ballhaus Naunynstraße spielte er in dem Stück Der Besuch sowie in der Inszenierung Nathan Messias.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER BESUCH
NATHAN MESSIAS
Hesam Ayat
Hesam Ayat wurde 1981 in Teheran/Iran geboren. Nach seinem Studium in Agrarwissenschaft an der Azad Universität in Tehran wanderte Hesam Ayat nach Europa aus. Seit 2002 lebt er in Berlin, wo er u.a. als freier Journalist bei IRTV Berlin, Booking Assistent bei GEIST (electronic music agency) und Mitglied des Theaterprojekts Made in Berlin tätig war. 2006 gründete er das Musiclabel Zabtesot, das gleichzeitig als Netzwerk und Promotion-Plattform für MusikerInnen und KünstlerInnen aus dem Iran und Europa fungiert. Zabtesot koopierte u.a. mit: O-Hum, Font, The 11, Babak Akhoundi und Ballgard.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
ZABTESOT LABEL NIGHT
Turgay Ayaydınlı
Turgay Ayaydınlı ist Saxophonist, Produzent, Komponist und Arrangeur. Er arbeitete mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern zusammen, u.a. mit Tarkan, Aziza A., Hasan Yükselir, Orientation und Klezmatics. Das von ihm produzierte Album Fuji Satisfaction der Band Bantu gewann 2006 den Cora-Award, den afrikanischen Grammy. 2008 produzierte er Siri Sveglers Album, das den Pop-Newcomer-Preis des Jahres der VW-Soundfoundation gewann. Als Produzent und Arrangeur wirkte er auch an den Soundtracks der Filme Gegen die Wand und Crossing the Bridge von Fatih Akın mit. Im Rahmen des Festivals Dogland - Junges postmigrantisches Theater ist er musikalischer Leiter des szenischen Liederabends Gazino Arabesk (Regie: Neco Çelik).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
GAZINO ARABESK
DIE SCHWÄNE VOM SCHLACHTHOF
Simone Dede Ayivi
Simone Dede Ayivi wurde 1982 in Hanau am Main geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Während ihrer Studienzeit realisierte sie mehrere Theaterproduktionen, u.a. Vampire – Panoptikum der Wiedergänger, und war Teil des Leitungsteams am Theaterhaus Hildesheim.
Von 2008 bis 2010 gestaltete sie außerdem das Programm der Nachtbar des Theaters für Niedersachsen. Als künstlerische Leiterin dieses theatralen Late-Night-Formates wirkte sie als Organisatorin, Kuratorin, Regisseurin und Performerin.
Am Ballhaus Naunynstraße debütierte sie 2010 mit der deutschsprachigen Erstaufführung von Der kleine Bruder des Ruderers, einem Stück des togoischen Autors Kossi Efoui, Bloodshed in Divercity war ihre zweite Regiearbeit am Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
BLOODSHED IN DIVERCITY
Elmira Bahrami
Elmira Bahrami wurde 1985 in Siegen geboren und wuchs in Wiesbaden auf. Von 2007–2011 studierte sie an der Folkwang Universität der Künste in Essen Schauspiel. Während ihres Studiums spielte sie, neben zahlreichen freien Projekten, auch bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und im Schauspiel Essen. Für Sinn in der Regie von Antú Romero Nunes gewann sie mit ihrer Klasse 2010 den ersten Ensemblepreis und den Publikumspreis beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudenten in Leipzig. Im Frühjahr wird sie in Sönke Wortmanns neuer Komödie Das Hochzeitsvideo zu sehen sein. Mit der Titelrolle in Perikızı (Regie: Michael Ronen) hatte sie ihr Debüt am Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
PERİKIZI
BLOODSHED IN DIVERCITY
Peter Becker
Peter Becker wurde 1979 geboren und studierte von 2002 bis 2006 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Am Theater spielte er u.a. am HAU 2 (Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht, Regie: Nurkan Erpulat, 2009), am Deutschen Theater Berlin (Caligula, Regie: Jette Steckel, 2008/09), Schauspiel Köln (Stunde Null, Regie: Nuran David Calis, 2008), Schauspiel Essen (Anatomie Titut Fall of Rome, Regie: Anselm Weber, 2008). In der Spielzeit 2006/07 war er Ensemblemitglied am Volkstheater Wien und arbeitete dort u.a. mit Nuran David Calis und Ramin Gray. Zahlreiche Film- und Fernsehrollen, u.a. die Titelrolle in Stauffenberg – Die wahre Geschichte (ZDF), im Kino zuletzt Fluss von Michael Venus und Unknown White Male von Jaume Collet-Serra.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
WARTEN AUF ADAM SPIELMAN
LÖ BAL ALMANYA
ABRAHAM UND DIE METZGER
DIE SCHWÄNE VOM SCHLACHTHOF
Kaya Behkalam
Kaya Behkalam wurde geboren im ummauerten Berlin am dem Tag, an dem der letzte VW Käfer die Produktionshalle verließ. Geschult als Magier, Ringkämpfer, Gebrauchtwagen- und Teppichhändler in Bombay, Berlin und Täbris, ist er der Autor verschiedener Bücher, darunter: Iconoclastic Superfantastic, London, 2007; A spectre haunting Europe: the middle eastern migrant and the German Angst, Hamburg, 2005; Self-exoticism as the easiest way to wealth and fame, Teheran/Berlin, 2006; und das bald erscheinende Concise Dictionary of Negation, English-Arabic, Damaskus 2009. Daneben besitzt er eine Fabrik in Adana, die Kunstinstallationen auf Bestellung produziert. Er ist zudem Co-Direktor des Museum Of The Occident (MOTO).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
HAPPY REVOLUTION
TEMPORARY MUSEUM OF SUBJECTIVE HISTORIES, TEHRAN-BERLIN, 1979–2009
Vernesa Berbo
Vernesa Berbo wurde in Priboj im ehemaligen Jugoslawien geboren. Von 1987 bis 1991 studierte sie an der Staatlichen Akademie für Schauspielkünste in Sarajevo unter anderem bei Emir Kusturica. Sie schauspielte und sang in verschiedenen Theatern im ehemaligen Jugoslawien. 1992 flüchtet sie vor dem Krieg nach Berlin und trat in Berliner Theatern auf; u.a. Gripstheater, Ufa-Theater, Theater Strahl. Ihr Fernsehdebüt gab sie 1997 in der TV-Produktion Lea Katz - Die Kriminalpsychologin: Einer von uns. Mit ihrer Gruppe Amala steht Berbo regelmäßig als Sängerin auf der Bühne. 2007 war das Stück Landschaften - Synchronisation der Fluchtwege von und mit Branko Simic, Vernesa Berbo und Jons Vukorep im Rahmen des Festivals beyond belonging am Hebbel am Ufer zu sehen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
SCHATTENSTIMMEN
PERİKIZI
Mıraz Bezar
Mıraz Bezar studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB). Vor seinem Studium war er als Schauspieler beim Jungen Theater Bremen tätig. Mit der Produktionsfirma Keyframe, deren Mitbegründer er war, drehte er mehrere Imagefilme und Musikvideos. Seine Kurzfilme Berivan, Fern und Freiwild nahmen an zahlreichen internationalen Filmfestivals, u.a. in Montreal, Oberhausen, Ludwigsburg, Hamburg, Valadolid, Florence und Berlin, teil. Fern wurde 1998 auf dem Filmfestival Tükei/Deutschland und beim Kurzfilmfestival in Istanbul als bester Kurzfilm ausgezeichnet.
Mıraz Bezar arbeitet als Filmregisseur und Produzent in Berlin. Sein Kinodebut Min Dît wurde unter anderem auf dem 57. Internationalen Filmfestival San Sebastian mit dem renommierten »Gaztea Youth Award« und beim 17. Filmfest Hamburg mit dem Nachwuchspreis »Die Elfe« ausgezeichnet. Min Dît ist der erste kurdischsprachige Film, der je in der Türkei gedreht wurde und auch der erste kurdischsprachige Film, der beim nationalen Wettbewerb des wichtigsten türkischen Festivals von Antalya (2009) gezeigt wurde. Der Film ist auch für den Deutschen Filmpreis 2011 – Bestes Drehbuch nominiert. Am Ballhaus Naunynstraße hat Mıraz Bezar Das Märchen vom letzten Gedanken inszeniert.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN
KAHVEHANE RELOADED
Maxim Biller
Maxim Biller wurde als Kind russisch-jüdischer Eltern in Prag geboren und emigrierte mit seinen Eltern und seiner Schwester 1970 nach Westdeutschland. Er studierte in Hamburg und München Literatur. Nach einem Studium an der Deutschen Journalistenschule in München begann er für Tempo, Spiegel und Zeit zu schreiben. Berühmtheit erlangte seine Extremkolumne 100 Zeilen Hass im Magazin Tempo. Sein erster Erzählband Wenn ich einmal reich und tot bin erschien 1990. Seither hat Maxim Biller insgesamt sechzehn Bücher veröffentlicht, darunter die Romane Die Tochter und Esra. Letzterer wurde im Jahre 2003 gerichtlich verboten. Seine Werke sind ins Dänische, Englische, Französische, Griechische, Niederländische, Koreanische und Tschechische übersetzt worden.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DIE LANGE NACHT DES GEBRAUCHTEN JUDEN
Niels Bovri
Niels Bovri wurde in Belgien geboren. Im Alter von 19 Jahren ging er auf die Rits-Hochschule in Brüssel, um audiovisuelle Künste und Radio zu studieren. Nach der Erkenntnis, dass dies nicht seine Erfüllung bedeutet, stellt er sich in Antwerpen als Bühnentechniker der Praxis. Über Rock n' Roll Bühnen und Laufstege für Modedesigner (Tim van Steenberghe, Dries Van Noten) kommt er zur Vlaamse opera nach Antwerpen und Gent. Im Juli 2003 entscheidet er sich, einen Masterstudiengang für Bühnenbild am Frank Mohr Institut in Groningen (Niederlande) zu belegen mit dem Schwerpunkt Technik vs. Performance. In August 2004 begegnet ihm das Berliner Theaterensemble Nico and the Navigators. Seitdem ist er in Berlin als freier Performer und Installationskünstler tätig und arbeitet neben seinen eigenen Projekten auch u.a. für Urban Lies, Oper dynamo West und Theatre de chambre (Frankreich).
Am Ballhaus Naunynstraße gestaltete er das Bühnenbild für Funk is not dead! in der Regie von Idil Üner.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
FUNK IS NOT DEAD!
Nuran David Calis
Nuran David Calis wurde in Bielefeld geboren. Er studierte an der Otto-Falckenberg-Schule Regie und assistierte an den Münchner Kammerspielen und dem Schauspielhaus Zürich. In der Spielzeit 2002/2003 inszenierte er am Münchner Volkstheater Romeo und Julia mit Jugendlichen von der Straße und
verschiedenen Hip-Hop-Gruppen. Sein erstes Theaterstück DOG EAT DOG - Raus aus Baumheide wurde im Rahmen der Autorentheatertage 2003 am Thalia Theater als Werkstattinszenierung vorgestellt und im gleichen Jahr uraufgeführt. Sein zweites Theaterstück DOGLAND, das wie DOG EAT DOG Erlebnisse aus Baumheide verarbeitet, ist beim Fischer Verlag erschienen.
Im November 2006 wurde Nuran David Calis in der Kategorie Bester Nachwuchsregisseur mit dem Nestroy Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus ist Calis Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms Meine Mutter, mein Bruder und ich, der in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und der Produktionsfirma MTM der Produzentin Gloria Burkert (Nirgendwo in Afrika) entstanden ist.
Am schauspielhannover inszenierte er 2007 seine vielbeachtete Bearbeitung von Frank Wedekinds Frühlings Erwachen!, die zum Berliner Theatertreffen 2008 eingeladen wurde. In der Spielzeit 2007/2008 inszenierte er Kabale und Liebe von Friedrich Schiller. In der Spielzeit 2008/2009 inszenierte er am Thalia in der Gaußstraße sein neues Stück Einer von uns (Premiere am 5. November 2008).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CAFÉ EUROPA vs. DOG EAT DOG
DOGLAND
Can Candan
Can Candan arbeitet als unabhängiger Filmemacher und wissenschaftlicher Mitarbeiten an der Bogazici Universität in Istanbul. Er studierte Film und Video am Hampshire College und Film und Medienkunst an der Temple Universität, USA. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Festivals, Konferenzen, in Galerien und im Fernsehen gezeigt. Er unterrichtete Film an Universitäten und Ausbildungszentren in den USA und in der Türkei. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Istanbul. Er ist Gründungsmitglied von docIstanbul, einem Zentrum für Dokumentarfilmstudien.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DUVARLAR / MAUERN / WALLS
Wagner Carvalho
Wagner Carvalho, geboren 1966 in Belo Horizonte, Ausbildung zum Tänzer, Schauspieler und Sprecherzieher an verschiedenen Schulen in Belo Horizonte. Danach künstlerischer Leiter der Theaterschule Núcleo de Estudos Teatrais (NET) in Belo Horizonte.
Von 1996 bis 2000 Studium der Theaterwissenschaften an der FU Berlin. Stipendien u.a. vom Goethe Institut und dem brasilianischen Kultusministerium. Seit neunzehn Jahren verschiedene Projekte in Deutschland und Brasilien. Unter anderem pädagogische Arbeit und Trainertätigkeit am Berliner Ensemble, dem Grips Theater und in freien Produktionen. Konzeption und Durchführung unterschiedlicher künstlerisch gesellschaftlicher Projekte in Deutschland und Brasilien u.a. Fragmentos, 2000 Travessia; Vorträge in Brasilien und Deutschland.
Gründung und Organisation des Forum brasileiro da dança, der Vereinigung der brasilianischen Tänzer und Choreographen in Berlin. Organisation der Veran-staltungsreihe Blequitude in Zusammenarbeit mit der Werkstatt der Kulturen und der Heinrich Böll Stiftung im November 2002. Begründer des brasil move berlim – Festival des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes. Begründer und Kurator von project in/out und Initiator und Leiter des Projektes Entre nós / Unter uns, beides am Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
MARAVILLOSA
ENTRE NÓS / UNTER UNS
DANCE FOR SALE
MANERIES
INFLUX CONTROLS: I WANNA BE WANNA BE
Neco Celik
Neco Çelik lebt und arbeitet als Film- und Theaterregisseur in Berlin. Seit 1993 ist er als Medienpädagoge im Kreuzberger Jugendkulturzentrum NaunynRitze für den Bereich Kommunikation und Filmprojekte zuständig. Gleichzeitig entstanden ab 1997 erste fiktive Dokumentationen wie 36 m² Stoff, sowie der Spielfilme Alltag (2002) und diverse Kurzfilme. Für seinen Spielfilm Urban Guerillas (2003) erhielt er 2004 den Publikumspreis beim Festival Türkei/Deutschland bei der Nürnberg und Würzburger Filmwoche. 2006 drehte Çelik die TV-Dokumentation Kreuzberger Nächte – Junge Türken in Berlin, der in der Reihe 37 Grad im ZDF ausgestrahlt wurde. 2007 folgte die 3Sat TV-Dokumentation Ganz oben. Türkisch – Deutsch – Erfolgreich. Mit der Filmkomödie Kısık Ateşte 15 Dakika (2006) inszenierte Çelik seinen ersten Spielfilm in Istanbul. Aufsehen erregte auch Çeliks Theaterinszenierung Schwarze Jungfrauen (2006), geschrieben von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel, die es auf das Titelbild von Theater Heute schaffte und unter die besten Stücke im Jahr 2007 gewählt wurde. Es folgten 2007 Romeo und Julia (Beyond Belonging) sowie Ausgegrenzt von Xavier Durringer an den Münchner Kammerspielen. Im gleichen Jahr erhielt er ein Stipendium für die Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste, Berlin. Zuletzt inszenierte er gemeinsam mit Jugendlichen in Oberhausen einen Klima Talk, bei dem es um das soziale Klima in Oberhausen geht.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
NATHAN MESSIAS
KIEZ-MONATSSCHAU: NACHRICHTEN AUS DER NAUNYNSTRASSE I
GAZINO ARABESK
WAS WILL N. IN DER NAUNYNSTRASSE?
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
SCHWARZE JUNGFRAUEN
Nermin Celik
Die gebürtige Hamburgerin Nermin Çelik absolvierte nach dem Abitur die Schauspielschule Charlottenburg, Berlin, unter der Leitung von Valentin Platareanu. Bereits während des Studiums debütierte sie am jüdischen Theater Schachar in Hamburg, wo sie in Gojim (2002) ihre erste Hauptrolle als Esther spielte. Anschließend folgten kleinere Engagements, u.a. an der Staatsoper Berlin unter der Regie von Adriana Altaras in HypOp II (2003).
In der Theaterinszenierung Schwarze Jungfrauen (2006), geschrieben von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel, die es auf das Titelbild von Theater Heute schaffte und unter die besten Stücke im Jahr 2007 gewählt wurde, spielt sie die viel diskutierte Rolle der Studentin.
Im gleichen Jahr begann sie als Autorin und Regisseurin mit den Dreharbeiten zur Dokumentation Das perfekte Demoband, Produktion Corduafilm.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
SCHWARZE JUNGFRAUEN
Lucia Chiarla
Lucia Chiarla wurde in Genua geboren und lebt seit 2005 in Berlin. Sie absolvierte die Schauspielausbildung an der Hochschule für Darstellende Kunst Paolo Grassi in Mailand und der Ecole des Maitres in Venedig. In Italien arbeitete sie an den Stadttheatern von Rom, Mailand und Genua. Seit 1997 schreibt sie mit großem Erfolg eigene Drehbücher. Mit Bye, bye Berlusconi stellte sie 2006 ihren ersten eigenen Film vor (Hauptdarstellerin und Co-Autorin mit Jan Henrik Stahlberg), der im Rahmen von Panorama Spezial auf der Berlinale gezeigt wurde. Seit 2007 arbeitet sie zusammen mit Manuela Naso am Projekt Woanders leben des Teatro Instabile Berlin (Schauspiel und Dramaturgie) und ist im Vorstand des TIB.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
AUFBRUCH AUS TROJA
Gilvan Coêlho de Oliveira
Gilvan Coêlho de Oliveira wurde in Recife, Brasilien, geboren. Nach seinem Architekturstudium in Brasilien absolvierte er dem Masterstudiengang Bühnenbild / Szenischer Raum an der Technische Universität Berlin. Seit 2004 ist er freischaffend für Tanz- und Theaterproduktionen u.a. mit Canan Erek, Constanza Macras / Dorkypark, Fernanda Guimaraes sowie den Regisseuren Tilmann Köhler, Nico Dietrich und René Braun.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
CUPPA CHAR
Josie Thamar Cáceres
Josie Thamar Cáceres (Ecuador) ist Gründungsmitglied, Leiterin, Choreografin, Tänzerin und Lehrerin von Frente de Danza Independiente, eines der wichtigsten zeitgenössischen Tanzensembles in Ecuador sowie Organisatorin der interdisziplinären Plattform Body Aesthetics Encounter. Zu den zahlreichen Veranstaltungen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Ecuador, die sie produziert und initiiert hat, gehört u.a. das Festival No más Luna en el Agua.
Am Ballhaus Naunynstraße war Josie Thamar Cáceres zusammen mit Federica Folco im Rahmen von project in/out, kuratiert von Wagner Carvalho, mit ihrem Tanzstück Maravillosa im Mai 2009 zu sehen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
MARAVILLOSA
Salome Dastmalchi
Salome Dastmalchi wurde als Tochter persischer Eltern in Berlin geboren und studierte von 2002 bis 2006 an der Hochschule der Künste in Bern Schauspiel. Im Anschluss tourte sie ein Jahr lang mit dem Tanztheaterstück Return to sender von Helena Waldmann um die Welt und war dadurch auf Festivals in Indien, Sri Lanka, Kenia, Ägypten und Afghanistan zu sehen. 2010 spielte sie u.a. die Katarina in einer Basler Inszenierung von Lars Noréns Dämonen, die Rolle der Motte in Das blaue, blaue Meer am Heimathafen Neukölln und Frau Witzany in Die Fozen am Ballhaus Ost.
Zusätzlich debütierte sie als Autorin und Regisseurin am HAU 3 mit ihrem Stück Mein Herz ist voller Hass – und das liebe ich und wurde mit dieser Inszenierung auf Festivals nach Köln und Frankfurt/Oder eingeladen. Nach Lesungen und einem Auftritt mit ihrer Band ist Salome Dastmalchi am Ballhaus Naunynstraße zuletzt in Bloodshed in Divercity zu sehen gewesen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
BLOODSHED IN DIVERCITY
Liviana Daví
Liviana Daví wurde 1976 in Italien geboren und studierte den von Umberto Eco gegründeten Studiengang Kommunikationswissenschaft an der Universität Bologna. Sie arbeitet seit 2001 als Video- und Filmemacherin in Berlin und realisiert Kurzfilme, Musikvideos und Dokumentationen. Für den Berliner Sender MotorTV war sie als Cutterin und Kamerafrau tätig. Sie drehte mit dem Kollektiv Gold in Berlin DVDs und Musikclips für Bands wie Beatsteaks, Witch, Dinosaur Jr. und Sonic Youth.
2006 rief sie die B.I.G. in Xberg-Initiative ins Leben, die Video-Workshops für Mädchen anbietet und in Kooperation mit verschiedenen Institutionen (z.B. Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg, StreetUniverCity Berlin, Theater der Migranten) umgesetzt wurde.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KIEZ-MONATSSCHAU: NACHRICHTEN AUS DER NAUNYNSTRASSE II
Stefan Demming
Stefan Demming schloss an sein Studium von Kunst und Geschichte ein Studium der Freien Kunst bei Jean-François Guiton im Atelier für Zeitmedien an der HfK Bremen an. Seit 2007 arbeitet er als freischaffender Künstler im Bereich Video und Installation in Berlin. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt derzeit auf audiovisuellen Kompositionen und Choreografien. Er arbeitet mit Musikern und Performern zusammen, aber auch seine eigenen Installationen beruhen auf einer Erfahrung der Zuschauer in Raum und Zeit. 2000 erhielt Demming den Videoinstallationspreis der Stadt Marl für Nightmares. Es folgten weitere Preise und Stipendien, u.a. der Bremer Förderpreis für Bildende Kunst für Notaki #4 (2001), der OLB-Medienkunstpreis European Media Art Festival für Frau am Boden (2002) und ein DAAD-Reisestipendium für die USA für The Greatest Show on Earth (2007).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAMPF. LANDSCHAFT DANACH
İsmail Deniz
İsmail Deniz wurde in Dinslaken geboren. Er studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Als Schauspieler stand er u. a. am Volkstheater Wien in den Inszenierungen Nuran David Calis Die Räuber und Macbeth auf der Bühne, sowie bei den Ludwigshafener Festspielen 2007 in Hansgünther Heymes Inszenierung Heiliges Land. 2007 spielte er in der deutschsprachigen Erstaufführung Ausgegrenzt von Xavier Dürringer an den Münchener Kammerspielen (Regie: Neco Çelik) und in Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke? (Regie: Nurkan Erpulat) beim Festival Beyond Belonging (2007) am Hebbel am Ufer, Berlin. Außerdem wirkte er in mehreren Spielfilmen mit, so z. B. in Armee der Stille und Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
NATHAN MESSIAS
CAFÉ EUROPA vs. DOG EAT DOG
Lutz Deppe
Er wurde 1962 in Deutschland geboren. Nach achtjähriger Erfahrung als Photograph mit Veröffentlichungen für diverse Labels wie Torofon, Wergo, Weltwunderrecords, Verlage wie DuMont, Prestel, Edition Cantz und Ausstellungen in Berlin, Köln, Hannover arbeitete Lutz Deppe 1995 das erste Mal ausschließlich mit Licht. Zusammen mit Susanne Linke entwickelte er die Lichtgestaltung für den Tanzfilm Märkische Landschaften. Danach folgte eine Assistenz bei Jean Kalman für die Opera de Lyon, Lenz von Wolfgang Rhim. Seitdem arbeitete er mit vielen Tanzcompagnien und mit zeitgenössischen Komponisten. Mit der Produktion Yoshi Oidas Die Zofen erhielt er in London den Time out award for the best outstanding production of the year 2003. In den letzten Jahren waren Lichtinstallationen u.a. bei der Expo 2000 und in der Cité de la Musique in Paris 2003 zu sehen. Seit 2004 ist Lutz Deppe Dozent an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Zürich.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CUPPA CHAR
Silvina Der-Meguerditchian
Silvina Der-Meguerditchian wuchs als Enkelin armenischer Großeltern in Argentinien auf und arbeitet heute als Bildende Künstlerin in Berlin. In ihrer Arbeit wird die Erinnerung an die Vertreibung und das Verschwinden der Armenier aus ihrer Heimat immer wieder zum Gegenstand der künstlerischen Auseinandersetzung. Dabei steht der eigentliche Prozess des Verbindens und Auflösens, der Konstruktion und Dekonstruktion von Identität stets im Fokus. Zu ihren wichtigsten Ausstellungen zählen Urbane Realitäten – Fokus Istanbul (Berlin, Martin-Gropiusbau, 2005), Reality Crossing (Fotofestival Mannheim / Ludwigshafen / Heidelberg, 2007) sowie ihre Soloshow Die Textur der Identität (Centro Cultural Recoleta, Buenos Aires, 2004). 2005 gründete sie die virtuelle Dialog-Plattform für zeitgenössische armenische Künstler www.underconstructionhome.net. 2007 kuratierte sie die erste Off-Repräsentation der armenischen Diaspora während der 52. Biennale in Venedig.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
Murat Dikenci
Murat Dikenci wurde 1987 in Hannover geboren und begann mit neun Jahren eine klassisch-musikalische Ausbildung am Knabenchor Hannover mit welchem er 2006 den "ECHO Klassik" in der Kategorie CD-Ersteinspielung des Jahres gewann. Sein schauspielerisches Debüt gab Murat Dikenci 2007 unter der Regie von Marc Prätsch am Jungen Schauspiel Hannover in Romeo und Julia, wo er auch in Happy Hour (u.a. mit Nuran David Calis und Lutz Hübner) zu sehen war. Murat Dikenci hat 2010 sein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg erfolgreich abgeschlossen. Seit 2008 wirkt er als freier Schauspieler in diversen Kurz- und Spielfilmen mit. Am Ballhaus Naunynstraße ist Murat Dikenci in Verrücktes Blut und Pauschalreise – Die 1. Generation zu sehen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
PAUSCHALREISE – DIE 1. GENERATION
VERRÜCKTES BLUT
Toby Dope
1975 im ausgehenden analogen, und in den Anfängen des digitalen Zeitalters geboren, wuchs Toby »Cherubee« Dope in Berlin-Reinickendorf, im Märkischen Viertel auf. Die ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er Mitte der 80er mit dem Computer Commodore C-64. Anfang der 90er spielte er E-Gitarre in diversen Hardcore/Metal Bands. Während der Ausbildung 1998 zum Audio Engeneer an der SAE Berlin begann er mit den ersten Filmmusik-Produktionen für kleine Video- und Multimedia-Projekte. 2001 zog er nach Kreuzberg, unterstützte als Musiker, Produzent, Designer und Web-Admin diverse Produktionen und Projekte, u.a. von Volkan T., Tamer Yiğit, Killa Hakan und Ceza. Heute führt Toby »Cherubee« Dope mit Volkan T. das Label Ruffmix Recordings, zusammen produzieren sie u.a Musik für Theater und Film. Zusammen mit Volkan T. veranstaltet er am Ballhaus Naunynstraße die Tanz Dich Tot-HipHop Lounge und komponierte die Musik für die Inszenierung Nathan Messias von Günter Senkel und Feridun Zaimoğlu (Regie: Neco Celik), die im April 2008 zur Uraufführung kam.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
NATHAN MESSIAS
TANZ DICH TOT
Sophie Du Vinage
Sophie du Vinage wurde 1982 in Dresden geboren. Sie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Henning Schaller und Johannes Leiacker. Bereits während des Studiums arbeitete sie als Ausstattungsassistentin unter anderem am Staatsschauspiel Dresden und an der Schaubühne Berlin. Seit 2008 ist sie als freie Bühnen- und Kostümbildnerin tätig, unter anderem an der Schaubühne Berlin (ua. Kostüme für Megalopolis, Regie Constanza Macras und Kontrakte des Kaufmanns, Regie Pedro Martins Beja), am Theaterhaus Jena (ua. Bühne und Kostüme für LJOD. Das Eis, Regie Jan Christoph Gockel), am Theater und Philharmonie Gera (ua. Bühne und Kostüme für Romeo und Julia, Regie Pedro Martins Beja), am Staatsschauspiel Dresden (Bühne für Die Zauberflöte, Regie Andreas Baumann) und zuletzt auch als Kostümbildnerin an der Oper in Weimar (Eugen Onegin, Regie Susanne Oegland, Die Krönung der Poppea, Regie: Cordula Däuper). 2011/12 wird Sie unter anderem die Kostüme für shockheaded peter am Theater Heidelberg, Regie: Jan Christoph Gockel, für Die Räuber am Theater Mainz, Regie Jan Christoph Gockel, gestalten, sowie Bühne und Kostüme am Theater Osnabrück für Der Geizige, Regie: Pedro Martins Beja. Für Michael Ronen hat sie Bühne und Kostüme für Warten auf Adam Spielmann und Perikızı gestaltet.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
WARTEN AUF ADAM SPIELMAN
PERİKIZI
Hülya Duyar
Hülya Duyar lebt seit 1978 in Berlin. Zur Schauspielerei kam sie als Quereinsteigerin. Neben einer privaten Schauspielausbildung u.a. bei Heinz Schubert, Yilmaz Onay, Matthew Burton, Jülide Kural und Matthias Gröpler nahm sie an Workshops zur Commedia del Arte, zum Clownspiel, Maskenspiel sowie zur Maske für Film und Theater teil. Sie ist seit 20 Jahren auf verschiedenen deutschen Bühnen zu sehen. Außerdem spielte sie in deutschen und türkischen Filmen und TV Serien. Zur Zeit spielt Hülya Duyar in der bekannten türkischen TV-Serie Gönülcelen die Rolle der Kadriye.
Als Regisseurin inszenierte Hülya Duyar 2006 das Theaterstück Die Nacht kurz vor den Wäldern von Bernard-Marie Koltès.
Hülya Duyar nutzt ihr soziales Engagement u.a. für die Gründung der Jugendtheatergruppe Ses, mit der sie verschiedene Theaterstücke inszenierte. Einstudiert wurde u.a. das Jugendprojekt Hobo. Als Mitbegründerin der Produktionsfirma mpool produziert Hülya Duyar verschiedene Projekte und ist u.a. für das Casting zuständig. Auch die Entwicklung von Film- und Theaterstoffen gehört zu ihrem Aufgabengebiet.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KLASSENTREFFEN – DIE 2. GENERATION
Bea Ehlers
Bea Kerbekian Ehlers ist die Tochter einer armenischen Mutter und eines deutschen Vaters. Als Bühnenschauspielerin war sie von 1996 bis 2003 an der Landesbühne Wilhelmshaven fest engagiert. Darüber hinaus spielte sie in zahlreichen internationalen und interkulturellen Theaterprojekten als Schauspielerin und Projektleiterin, u.a. für das Theatro del Carmen Velez-Malaga, das Armono-Theaterfestival Eriwan, das Stanislavski Theater Eriwan, den UNESCO-Weltkongress ITI und das Projekt Osteuropa des Fonds Darstellende Künste. Sie gewann Preise beim Moscow International One Man Show Festival, beim Internationalen Vidlunnya-Mono-Drama-Festival in Kiew und beim Internationalen Armono-Monologfestival in Eriwan. Außerdem wurde sie mit dem armenischen Theaterpreis Artavazd geehrt.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN
Nezaket Ekici
Nezaket Ekici wurde in Kirşehir in der Türkei geboren und lebt und arbeitet heute in Berlin und Stuttgart. Sie studierte Kunstpädagogik an der LMU in München und absolvierte daraufhin als Meisterschülerin ein Studium der Performance bei Prof. Marina Abramovic an der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig.
Sie hat an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen, u.a. Haus der Kunst in München (2000), 50. Venice Biennale (2003), P.S.1 New York (2004), Van Gogh Museum Amsterdam (2005), Reina Sophia Museum/Madrid (2005), Proje 4L Elgiz Museum of Contemporary Art, Istanbul, (2005); FOI#3 International Performance Art Event, Singapore (2006), Triennale Bovisa Museum Mailand (2008),5. Lateinamerikanische Bienale der Visuellen Kunst, Brasilien (2009).
Sie erhielt u.a. ein Stipendium des Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung (2002); der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (2003); Künstlerhäuser Worpswede (2004); Kulturaustausch Stipendium des Berliner Senats für BM Contemporary Art Center Istanbul (2005); der Stiftung Kunstfonds Bonn (2005) und der Kunststiftung Baden-Württemberg (2006) sowie Schloß Wiepersdorf (2007); Fado International Artist in Residency programm Toronto Canada (2008) und Projektförderung von Goethe Institut Inter Nationes Tbillisi/Georgien (2009).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
FÜNF SINNE AUF TÜRKISCH
Amit Epstein
Amit Epstein wurde in Tel Aviv geboren. Er studierte Kunst an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem, wo er den Bezal’el Prize for Excellence sowie den Meisler Prize for Design gewann. Daraufhin besuchte er die Haute Couture Klasse von Vivienne Westwood an der UdK in Berlin. Seit 2007 arbeitet Amit Epstein mit der israelischen Regisseurin Yael Ronen. Er war zudem als Kostümbildner und Dramaturg u.a. am Staatsschauspiel Dresden, am Zeitgenössischen Theater Breslau, an der Schaubühne Berlin und am Theater der Welt Festival in Halle tätig. Als Regisseur realisierte Amit Epstein szenische Videos, die in mehreren Galerien und internationalen Filmfestivals gezeigt wurden, z.B. am Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand, in der deutschen Kurzfilmauswahl des deutschen Kurzfilmverbands, im InterFilm-Festival in Berlin und im Jewish Film Festival Berlin und Potsdam.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN
Canan Erek
Canan Erek wurde 1968 in Istanbul geboren. Nach einer klassischen Tanzausbildung in Ankara studierte sie von 1987–1991 zeitgenössischen Tanz an der Folkwang Hochschule in Essen. Von 1992–1996 folgte ein Choreografie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Anschließend entstanden eigene Choreografien, u.a. Fragile Frame (1997), Ankunft (1998) see-saw (1999), Geschwindigkeitsfalle (2002), E/m=c² (2001) und la fortune, time(less) (2000). Von 2004 bis 2007 übernahm sie die künstlerische Leitung der Company des Leipziger Tanztheaters, wo sie drei weitere Stücke für die Company erarbeitet hat – JET room (2004), LTT24 (2005), failed (2006).
Als Gastchoreografin arbeitete sie u.a. bei Ariadne auf Naxos für die Australian Opera in Sydney, Flucht Wege für das Hans Otto Theater in Potsdam und Dona Rosita für das Berliner Ensemble unter der Leitung von Thomas Langhoff. Seit 2007 lebt und arbeitet sie wieder in Berlin. Dort entstand u.a. das Projekt tea for two im Rahmen des Dogland-Festivals im Ballhaus Naunynstraße. 2009 erarbeitete Sie das Gruppen Stück Cuppa Char in Zusammenarbeit mit den Komponisten Mark Andre in Berlin und die Performance attention rehearsal mit den Bildender Künstler Warren Neidich in Rotterdam. 2010 inszenierte Sie einS für vier Instrumentalisten und drei Tänzerinen mit der Komposition von Mark Andre in Zusammenarbeit mit Kammerensemble Neue Musik Berlin. Darüber hinaus leitet sie zahlreiche Projekte im Bereich kulturelle Bildung u.a. das Stück Flug des Makam im Rahmen des Education-Programms der Berliner Philharmoniker.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CUPPA CHAR
DIE ANDEREN
KAHVEHANE RELOADED
Melek Erenay
Melek Erenay absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg. Sie lebt in Hamburg und arbeitet als freischaffende Schauspielerin. Erenay spielte in Kurzfilmen der Medienakademie, der Hamburger Media School und in verschiedenen Inszenierungen in Bremen, Klagenfurt und Hamburg. In Berlin war Erenay 2006 in Neco Çeliks aufsehenerregenden Inszenierung Schwarze Jungfrauen zu sehen. 2008 arbeitete sie nochmals mit Çelik in Invasion! Sie stand außerdem in Nurkan Erpulats Inszenierungen Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht und Lö Bal Almanya auf der Bühne. Am Ballhaus Naunynstraße spielte sie in Krieg. Landschaft danach, Lö Bal Almanya, Funk is not dead und Perikızı. Unter anderem arbeitet Melek Erenay immer wieder als Sprecherin und macht die Regie einer Amateur-Clowns-Gruppe.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAMPF. LANDSCHAFT DANACH
SCHWARZE JUNGFRAUEN
LÖ BAL ALMANYA
FUNK IS NOT DEAD!
PERİKIZI
Pınar Erincin
Sie wurde in Krefeld geboren. Als Tochter von Schauspielereltern war sie bereits früh in ihrem Leben mit dem Beruf verbunden. Im Alter von sechs Jahren hatte sie in Oberhausen ihren ersten Theaterauftritt. Mit zwölf Jahren folgen Rollen und Auftritte in Fernsehserien. So war sie seitdem in zahlreichen Serien wie Stadtklinik, Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei und Dr. Stefan Frank zu sehen.
Aufmerksam wurde man auf sie besonders durch ihr Kinodebüt 2004 in dem Film En Garde (Regie: Ayşe Polat), wofür sie zusammen mit Maria Kwiatkowsky den Schauspiel-Preis beim Internationalen Filmfestival von Locarno erhielt.
Im Rahmen des Festivals beyond belonging spielte sie 2006 in der Theaterinszenierung Schwarze Jungfrauen von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel (Regie: Neco Celik) am Hebbel am Ufer. Am Baullhaus Naunynstraße spielte sie in Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke?
Inszenierungen/Veranstaltungen:
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
SCHWARZE JUNGFRAUEN
VERRÜCKTES BLUT
WARTEN AUF ADAM SPIELMAN
Nurkan Erpulat
Nurkan Erpulat wurde 1974 in Ankara geboren. Er studierte Schauspiel in Izmir und Schauspielregie in Berlin. Er arbeitete bisher vornehmlich in Berlin aber auch in Linz, Heilbronn und Hannover. Zu seinen Regiearbeiten zählen u.a. Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke? (von Nurkan Erpulat und Tunçay Kulaoğlu), und Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht von Tim Staffel, beide entstanden im Rahmen des Festivals beyond belonging am Ballhaus Naunynstraße und am Hebbel am Ufer. Seine beiden Inszenierungen mit Jugendlichen (Heimat im Kopf und Familiengeschichten am Staatstheater Hannover) wurden zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Am Ballhaus Naunynstraße hat er bereits Schattenstimmen von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel und Lö Bal Almanya (von Nurkan Erplulat und Tunçay Kulaoğlu) auf die Bühne gebracht. Verrücktes Blut war 2010 zum Theatertreffen eingeladen und ist in der Theater Heute-Kritikerumfrage 2011 neben Elfriede Jelineks Winterreise zum Deutschsprachigen Stück des Jahres gewählt worden. Nurkan Erpulat wurde zugleich als Nachwuchsregisseur des Jahres 2011 ausgezeichnet. Er ist neben seiner Regietätigkeit auch Lehrbeauftragter an der UdK Berlin.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
SCHATTENSTIMMEN
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
LÖ BAL ALMANYA
VERRÜCKTES BLUT
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
KAHVEHANE RELOADED
Aylin Esener
Aylin Esener wurde in Buxtehude geboren. Als diplomierte Schauspielerin verließ sie die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, um in ein reichhaltiges, bewegtes und erfolgreiches Festengagement nach Aachen zu gehen. Daraus gingen zwei Nominierungen für sie zur besten Schauspielerin des Jahres hervor und ebneten ihr den Weg ans Deutsche Theater Berlin, an dem sie zunächst fest, dann als Gast von 2003 bis 2009 spielte. Besonders geprägt wurde ihre Arbeitsweise durch Regien von Christoph Ernst, Ali M. Abdullah, Bettina Bruinier, Nicolas Stemann und Niels Kurvin, der ihren Soloabend Lust auf was anderes – Canım başka bir şey istiyor inszenierte. Dieser wurde im März 2007 unter dem Produktionslabel aeneki in Aachen uraufgeführt und gastierte bereits in Hamburg, Ludwigshafen, Karlsruhe, Bremen und im Ballhaus Naunynstraße. Seit Mai 2009 tourt sie mit einer Neuinszenierung von Niels Kurvin Kleist – Statt der Augen grüne Gläser. Aylin Esener ist Mitglied der Band Postpank.
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Inszenierungen/Veranstaltungen:
LUST AUF WAS ANDERES
FUNK IS NOT DEAD!
Regina Fraas
Regina Fraas studierte Theatre Design an der Royal Academy of Dramatic Art in London und arbeitete dort anschließend als Bühnen- & Kostümbildnerin u.a. an der Leenane Trilogy (Tabard, White Bear; Time Out Magazine’s Critic’s chice of the week), dem City of London Festival (2 Stepp, St. Paul’s Cathedral), Fairtrade (Pleacance Theatre) und als stellvertretende Leiterin der Kostümabteilung am West-End-Musical Into the Hoods. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland entwarf sie Bühne & Kostüme für die Potsdamer Kinder-Theater-Produktionen Der Junge mit dem Koffer und Ein Schaf fürs Leben. Außerdem arbeitete sie dort mit Lukas Langhoff an Die Kontrakte des Kaufmanns und Adams Äpfel. Auch für seine Bonner Inszenierung Ein Volksfeind entwarf sie die Bühne. Ihre nächste Arbeit Totentanz unter der Regie von Sascha Hawemann hat im Februar 2012 in Magdeburg Premiere.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
BLOODSHED IN DIVERCITY