KÜNSTLER/INNEN A - E
Aziza A.
Mitte der Neunziger Jahre begann Aziza A. ihre Karriere als Vokalistin in einem Berliner Studio, das befreundeten Künstlern gehörte. 1997 veröffentlichte sie als erste deutschtürkische Rapperin ihr Debütalbum Es ist Zeit, mit dem sie auf Platz zwei der World Music Charts stieg. Ihr zweites Album Kendi Dünyam erschien 2000 in der Türkei und ein Jahr später auch in Deutschland. Als Filmschauspielerin wirkte Aziza A. u.a. in Kutluğ Atamans Lola und Bilidikid und Buket Alakuş’ Eine andere Liga mit, bei denen sie auch die Soundtracks mitgestaltete. Ihr Theaterdebüt gab sie 2000 mit Koppstoff, einem Stück nach dem gleichnamigen Buch von Feridun Zaimoğlu. Am Ballhaus Naunynstraße war sie zuletzt in dem szenischen Liederabend Gazino Arabesk zu sehen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
GAZINO ARABESK
Nora Abdel-Maksoud
Nora Abdel-Maksoud wurde in München geboren. 2005 begann sie ihr Schauspiel-Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Für ihre Darstellung der Miranda in dem von Robert Gallinowski inszenierten Stück Der Sturm wurde Nora Abdel-Maksoud 2008 beim Theatertreffen Deutschsprachiger Schauspielstudierender mit dem Solo-Preis ausgezeichnet. Seit 2009 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin für Film- und Theaterproduktionen. Sie spielte u.a. am Hans-Otto-Theater Potsdam und in Kinofilmen wie Shahada und Barriere.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
VERRÜCKTES BLUT
Jean-Philippe Kodjo Adabra
Jean-Philippe Kodjo Adabra wurde1978 in München geboren. Bis 2008 studierte er auf der Filmschauspielschule Berlin. Er war an verschiedenen Kurzfilmen und Fernsehfilmen beteiligt. Im Saalbau Neukölln spielte er 2008 bei Geschlechtsleben der Migranten (Regie: Peter Wittig).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
Mike Adler
Mike Adler wurde 1978 in Berlin geboren. Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg stand Mike Adler in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen vor der Kamera, u.a. in The Less Alive (Kino, Regie: Andreas Schaap) und in den Serien KDD-Kriminaldauerdienst, GSG 9 und Anna und die Liebe. In Wholetrain (Kino, Regie: Florian Gaag, Grimmepreis 2009) war er als Bester Jugendlicher Hauptdarsteller für den UNDINE AWARD nominiert.
Er spielte in Nuran David Calis Fernsehfilm Frühlingserwachen (2009) und arbeitete mit ihm auch bei den Theaterproduktionen Schattenstimmen (Deutsches Theater Berlin), Peer Gynt (Staatsschauspiel Dresden) und Romeo und Julia (Maxim Gorki Theater). Darüber hinaus war er unter anderem an Theaterproduktionen am Theater Kiel und am Hans-Otto-Theater Potsdam beteiligt. 2007 erschien sein Debütalbum Dreckiges Deutsch.
Der kleine Bruder des Ruderers ist seine erste Arbeit am Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
Sanam Afrashteh
Nach einem vierjährigen Schauspielstudium an der Hochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig kam Sanam Afrashteh 2001 für ihr erstes Engagement ans Carrousel Theater nach Berlin. Dort lebt und arbeitet sie, inzwischen freischaffend, als Schauspielerin, Sängerin und Sprecherin. Seit 2003 gibt sie regelmäßig Drama-Workshops für arabische Frauen am Theater in Gaza/Palästina.
Seit Juni 2006 ist sie in Helena Waldmanns Tanztheaterinszenierung Return to sender - Letters from Tentland auf nationalen und internationalen Tanzfestivals zu sehen und seit Herbst 2006 als Yasemin in der ZDF-Serie Löwenzahn. Für das Kleine Fernsehspiel stand sie 2006 in Die Überflüssigen unter der Regie von Aleksandra Kumorek vor der Kamera, und im März 2008 entstand die dritte Staffel der Sat1-Comedy-Serie Kookaburra, in der sie die junge Inderin Shanti Shihora spielt.
Im Rahmen des Eröffnungsfestivals des Ballhaus Naunynstraße DOGLAND – Junges postmigrantisches Theater spielte sie in der Inszenierung Der Besuch von Hakan Savaş Mican.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER BESUCH
TEHRAN BANOU – LADY TEHERAN
Erol Afşin
Erol Afşin wurde in Adana/Türkei geboren und ist dort aufgewachsen. Nach seinem Abitur erhielt er als einziger Student ein Vollstipendium. Er studierte daraufhin ein Jahr Tourismus und Hotelmanagement an der Universität Okan in Istanbul entschied sich dann aber der Türkei den Rücken zu kehren, um in Deutschland an Schauspielschulen vorzusprechen. Die Wahl fiel auf Deutschland, da seine Eltern ihm eine Schauspielkarriere in der Türkei verweigerten. In Deutschland bewarb er sich an der Folkwang Universität der Künste, wo er aufgrund seiner Sprachkenntnisse nicht angenommen wurde. Jedoch begeisterte er den Leiter des Fachbereiches Schauspiel, Johannes Klaus, so dass dieser ihm eine Zusammenarbeit anbot. Seit April arbeitet Erol Afşin als Schauspieler und Regieassistent bei verschiedenen Produktionen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
VERRÜCKTES BLUT
Sinan Akkuş
(geb. 1970 in Erzincan/Türkei) arbeitet als Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler in Köln. Er kam 1973 nach Deutschland und machte sein Abitur in Kassel. Während seines Studiums der visuellen Kommunikation mit dem Schwerpunkt Film und Fernsehen an der Kunsthochschule Kassel ging er 1995 als Austauschstudent nach Kuba an die Escuela Internacional de Cine y Televisión. Seine Kurzfilme erhielten mehrfach Auszeichnungen, u.a. den Friedrich-Murnau-Kurzfilmpreis für seinen Film Sevda heißt Liebe (2000), sowie den Publikumspreis in Lünen für seinen Film Lassie (2002). 2008 stellte er seinen ersten langen Kinofilm Evet, ich will fertig.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
Nevzat Akpınar
Nevzat Akpınar, der sich das türkische Saiteninstrument Bağlama im Selbststudium beibrachte, absolvierte in den Achtziger Jahren Meisterkurse bei dem legendären Sänger und Bağlama-Virtuosen Talip Özkan in Paris. Es folgten Tonsatzunterricht und Instrumentenkunde bei Tayfun Erdem und Klavierunterricht bei Henning Schmiedt. 2002 schloss er sein Studium in Vergleichender Musikwissenschaft (Musikethnologie) und Turkologie ab. In verschiedenen Projekten wirkte er als Bağlamaspieler mit, u.a. im Rahmen der Europatournee von Mikis Theodorakis und Zülfü Livaneli, bei Leseabenden mit Gisela Kraft und bei der Aufführung von Die Entführung aus dem Serail unter der Regie von Georg Tabori. Mit seiner griechisch-deutschen Rembetiko-Band Zotos Compania veröffentlichte er zwei Alben und komponierte Solostücke für Bağlama nach türkischen Gedichten und Kammermusik. Zuletzt trat er mit seinem Projekt Johann Dede, ein Stück für Streichorchester, mit den Berliner Symphonikern in der Philharmonie auf. 2007 gab er mit Nevzat Akpınar Ensemble im Rahmen des Berlin in Lights Festival ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
Emre Aksızoğlu
Emre Aksızoğlu wurde 1988 in Heidelberg geboren und ist in Mannheim aufgewachsen. Nach seinem Abitur begann er 2008 ein Schauspielstudium an der Folkwang Hochschule Essen, Bochum (Abschluss 2011). Bereits 2009 war er in Romeo und Julia in der Inszenierung von Cilli Drexel am Schauspielhaus Essen zu sehen. Im Jahr darauf spielte er im gleichen Theater unter der Regie von Brian Michaels in Richard III mit. In der Spielzeit 2010/2011 ist er in der Inzenierung Parzival von Lukas Bärfuss am Schauspielhaus Buchum zu sehen sein.
Emre Aksızoğlu spielt in Verrücktes Blut erstmalig im Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
VERRÜCKTES BLUT
Züli Aladağ
Züli Aladağ wurde in Van/Türkei geboren und kam1973 nach Deutschland, wo er in Stuttgart aufwuchs. Seine ersten Erfahrungen mit dem Medium Film sammelte er während eines sechsmonatiges Praktikum bei Roland Emmerichs Moon 44; daran schloss sich die Mitarbeit bei Kurz-, Werbe-, Spiel- und Dokumentarfilmen an. 1993 bis 1996 arbeitete er als Produzent bei Erasmus Film in München zuständig für Dokumentarfilme. Von 1996 bis 1999 folgte ein Regiestudium an der Kunsthochschule für Medien in Köln. In dieser Zeit drehte er den dokumentarischen Kurzfilm Zoran, für den er 1997 unter zahlreichen Auszeichnungen auch die Silberne Taube auf dem Dokumentarfilmfestival in Leipzig erhielt. Weitere preisgekrönte Kurzspielfilme entstanden: Bevor der Tag anbricht, Hör Dein Leben und Ausbruch. Nach dem Studium gründete Aladağ die Initiative »junges europäisches kino« (jek) und produzierte hierfür eine Edition von fünf Kurzspielfilmen. 2002 feierte er mit dem Boxerdrama Elefantenherz mit Daniel Brühl in der Hauptrolle sein mit mehreren Preisen ausgezeichnetes Kinodebüt. Für den WDR drehte er daraufhin die zwei Tatort-Folgen Mutterliebe und Erfroren. Nachdem er für RBB/ARTE den Dokumentarfilm Die Türken kommen über den EU-Beitritt der Türkei realisierte, übernahm er die Regie für den WDR-Fernsehfilm Wut, der bisher mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde, darunter der Adolf-Grimme-Preis, die Goldene Kamera und der Golden Gate Award. Gemeinsam mit Feo Aladağ gründete er 2006 die Produktionsfirma Independent Artists, deren erste Produktion Feo Aladağs Kinodebüt Die Fremde ist.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
WAS WILL N. IN DER NAUNYNSTRASSE?
Nevin Aladağ
Nevin Aladağ wurde in Van/Türkei geboren. Sie kam 1973 nach Deutschland und wuchs in Stuttgart auf. Inzwischen lebt und arbeitet sie als Bildende Künstlerin in Berlin. 2000 schloss sie ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste München mit einem Diplom der Bildhauerei ab. 1998 gründete sie zusammen mit drei Kommilitonen das Café Helga und die Galerie Goldankauf. Mit einem umfassenden Katalog schlossen sie das Projekt 2001 ab. Seit 1996 bestreitet sie Einzel- und Gruppenausstellungen in internationalen Museen, Galerien und Institutionen. Z.B. in der Villa Arson, Nizza; Museum Fridericianum, Kassel; Centre Culturel Suisse, Paris; Haus der Kunst, München; Martin Gropius Bau, Berlin; Kunsthalle Budapest; CIA.IS, Reykjavik; Museo Tamayo, Mexico City; Museum Ludwig, Köln; Kunsthaus Zürich etc. Sie stellte auf der Cetinje Biennale in Montenegro 2005 aus; 2007 bei der Internationalen FotoTriennale, Esslingen; 2008 nahm sie an der Quadrennial for Contemporary Art in Kopenhagen teil. Ebenso 2008 an der 8. Taipei Biennale; 2009 Biennale Cuvee in Linz und auf der 11. Istanbul Biennale ist ihre Video Trilogie City Language zu sehen. 2004 war sie Preisträgerin des George Maciunas Förderpreis und 2007 erhielt sie den GASAG Förderpreis. Sie erhielt Stipendien u.a. vom Künstlerhaus Bethanien Berlin 2003 und zuletzt in den Künstlerhäusern Worpswede 2008. Im Rahmen von beyond belonging produzierte sie 2006 ihre Videoarbeit Voice over.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
WAS WILL N. IN DER NAUNYNSTRASSE?
Adriana Altaras
Adriana Altaras wurde in Zagreb geboren, wuchs in Italien und Deutschland auf. Nach dem Abitur studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin und vervollständigte ihre Ausbildung an der New York University. Sie ist Mitbegründerin des Theaters Zum Westlichen Stadthirschen in Berlin, wo sie mehrere Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin tätig war.
1988 erhielt sie den Bundesfilmpreis, wurde 1993 mit dem Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet und war Mitglied des Paradiso-Ensembles, das den Schauspielerpreis (Silberner Bär) der Berlinale 2000 in Empfang nahm. Hinzu kommen Engagements am Maxim-Gorki-Theater und der Freien Volksbühne in Berlin, am Theater Basel, in Konstanz und Stuttgart. Neben der Theater- und Filmarbeit ist sie für Steven Spielbergs Shoah Foundation als Interviewerin tätig.
Film- und Fernsehproduktionen: Mein Führer! Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler; Alles auf Zucker; Das Tor zum Himmel; Paradiso – 7 Tage mit 7 Frauen.
Am Ballhaus Naunynstraße war sie in dem Stück Café Europa vs. Dog eat Dog zu sehen, das im Rahmen des Eröffnungsfestivals Dogland - Junges postmigrantisches Theater inszeniert wurde.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CAFÉ EUROPA vs. DOG EAT DOG
Ercan Altun
Ercan Altun wurde in Bremen geboren, wo er auch aufwuchs. Nach dem Abitur absolvierte er in Hamburg eine dreijährige Schauspielausbildung, die er 1995 abschloss. Engagements an Stadt- und Staatsheatern u.a. in Hamburg, Berlin, Köln, Schwerin und Bremen folgten. Bis 2006 gehörte er zum Ensemble des Hamburger Jedermann. Außerdem spielte er in freien Produktionen und auf Festivals u.a. auf Kampnagel (Hamburg), Palermo di Scena (Sizilien) und dem Akzente Festival (Duisburg). Im Rahmen von Beyond Belongings war er 2006 in der Inszenierung Otobüs (R: Ayşe Polat) am Hebbel am Ufer und 2008 in Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke? von Nurkan Erpulat und Tunçay Kulaoğlu zu sehen (UA Hebbel am Ufer; Wiederaufnahme Ballhaus Naunynstraße 2008). Er wirkte in zahlreichen Hörspielen für den WDR und NDR und in diversen TV-Produktionen mit. Als Schauspielcoach und Theatertherapeut arbeitet er mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
Mark Andre
Er studierte am Conservatoire National Supérieure de Musique de Paris (CNSMP) Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre, musikalische Analyse sowie im musikalischen Forschungsbereich. Seine Lehrer waren u.a. Claude Ballif und Gérard Grisey (später Meisterkurs bei Wolfgang Rihm).
Nach Studien an der École Normale Supérieure, Paris (Ulm) und am Centre d’Études Supérieures de la Renaissance, Tours. Promotion über das Thema »Le compossible musical de l’Ars subtilior« im Fach Musikwissenschaft. Weiterführendes Studium (»Grosses Kompositionsexamen«) bei Helmut Lachenmann an der Hochschule für Musik Stuttgart (Stipendium des französischen Aussenministeriums). Er absolvierte zahlreiche Stipendiate (Villa Medici, DAAD, Akademie Schloβ Solitude etc.) und erhielt mehrere Preise (Förderpreis des Berliner Kunstpreises der Akademie der Künste, Christoph und Stefan Kaske Kompositionspreis, Kompositionsförderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung etc.). Er erhielt unter anderem den Orchesterpreis der Donaueschinger Musiktage für die Komposition »…auf…« III durch das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Das gesamte Triptychon wurde im März 2009 im Rahmen der Berliner Märzmusik in der Berliner Philharmonie uraufgeführt. Mark Andre hat Lehraufträge für das Conservatoire National, Strassburg sowie die Musikhochschule in Frankfurt.
Am Ballhaus Naunynstraße komponierte er die Musik für das Tanzstück Cuppa Char von Canan Erek (Premiere 7.5.2009).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CUPPA CHAR
Shiva Arastuie
Shiva Arastuie wurde 1961 in Teheran geboren, wo sie bis heute als Schriftstellerin, Dozentin und Schauspielerin lebt und arbeitet. Neben dem Schreibkurs „Vanka“, den sie seit zehn Jahren leitet, gab sie Schreibseminare für Erzählungen an der Hochschule für Kunst und an der Farabi Universität in Teheran. Derzeit betreut sie diesen Kurs an einer privaten Kunsthochschule. Ihr Erzählband Sonnenschein, Mondenschein wurde 2003 mit dem Yalda-Preis, dem Literaturpreis von Isfahan und dem Preis der Hushang Golshiri Stiftung ausgezeichnet. Neben Erzählungen und Gedichten hat sie bislang fünf Romane veröffentlicht, darunter Die erste Fassung (1998), Bibi Shahrzad (2000), Der Himmel ist nicht leer (2003), Ich bin kein Mädchen (2005) und Opium (2005).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
OPIUM
HAPPY REVOLUTION
Hendrik Arnst
Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin spielt der gebürtige Weimarer Hendrik Arnst in Anklam, Aachen und Mannheim Theater, um schließlich mit Frank Castorf, mit dem er bereits seit Anklam zusammenarbeitet, an die Berliner Volksbühne zu gehen, wo er 14 Jahre zum Stammensemble gehört. Darüber hinaus wirkt er in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen mit. Ob Tatort, Polizeiruf 110 oder Kinoproduktionen wie Peter Bogdanovichs Cat´s Meow - die Liste der RegisseurInnen, mit denen er zusammenarbeitet, ist lang: Andreas Kleinert, Sönke Wortmann, Stephen Daldry, Carlo Rola, Rainer Kaufmann – um nur einige zu nennen. Seit 1966 lebt er mit kurzen Unterbrechungen in Berlin.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DIE SCHWÄNE VOM SCHLACHTHOF
Tamer Arslan
Tamer Arslan wurde in Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. Während seines Freiwilligen Sozialen Jahres sammelte er erste Theatererfahrungen an der Schauspielschule in Pescara. Erste Rollen beim Film spielte er in der ZDF-Serie Krimialdauerdienst und in dem ZDF-Movie Wohungstausch und Liebesrausch unter der Regie von Berno Kürten. 2008 entschloss er sich zu einer Ausbildung an der FilmSchauspielSchule Berlin. Seitdem spielte er u.a. in Ferienlager – Die 3. Generation am Ballhaus Naunynstraße sowie in Macbeth am Hans-Otto-Theater in Potsdam unter der Regie von Lukas Langhoff.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
FERIENLAGER – DIE 3. GENERATION
VERRÜCKTES BLUT
Adolfo Assor
Adolfo Assor wurde in Valdivia, Chile, geboren. 1974 schloss er sein Schauspielstudium an der Universidad de Chile in Santiago de Chile ab. Bis 1986 Mitwirkung in zahlreichen Theaterinszenierungen u.a. von Beckett, Kafka, Lorca, sowie in Fernsehfilmen. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. 1986 Umzug nach Deutschland, wo er im Jahr darauf in Berlin-Kreuzberg das Garn-Theater gründete, das bis heute besteht.
Als Schauspieler ist er für Theater und Film gleichermaßen tätig. Zusammenarbeit u.a. mit den Regisseuren Fred Keleman und Detlev Buck. Zu seinen letzten Theaterarbeiten zählen u.a. Captain Berlin vs. Hitler (Regie: Jörg Buttgereit) am Hebbel am Ufer, sowie The Waste Land - Das öde Land von T.S. Eliot (Regie: Aureliusz Smigiel) am Theater Eigenreich.
Im Rahmen des Eröffnungsfestivals Dogland - Junges Postmigrantisches Theater am Ballhaus Naunynstraße spielte er in dem Stück Der Besuch sowie in der Inszenierung Nathan Messias.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER BESUCH
NATHAN MESSIAS
Hesam Ayat
Hesam Ayat wurde 1981 in Teheran/Iran geboren. Nach seinem Studium in Agrarwissenschaft an der Azad Universität in Tehran wanderte Hesam Ayat nach Europa aus. Seit 2002 lebt er in Berlin, wo er u.a. als freier Journalist bei IRTV Berlin, Booking Assistent bei GEIST (electronic music agency) und Mitglied des Theaterprojekts Made in Berlin tätig war. 2006 gründete er das Musiclabel Zabtesot, das gleichzeitig als Netzwerk und Promotion-Plattform für MusikerInnen und KünstlerInnen aus dem Iran und Europa fungiert. Zabtesot koopierte u.a. mit: O-Hum, Font, The 11, Babak Akhoundi und Ballgard.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
ZABTESOT LABEL NIGHT
Turgay Ayaydınlı
Turgay Ayaydınlı ist Saxophonist, Produzent, Komponist und Arrangeur. Er arbeitete mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern zusammen, u.a. mit Tarkan, Aziza A., Hasan Yükselir, Orientation und Klezmatics. Das von ihm produzierte Album Fuji Satisfaction der Band Bantu gewann 2006 den Cora-Award, den afrikanischen Grammy. 2008 produzierte er Siri Sveglers Album, das den Pop-Newcomer-Preis des Jahres der VW-Soundfoundation gewann. Als Produzent und Arrangeur wirkte er auch an den Soundtracks der Filme Gegen die Wand und Crossing the Bridge von Fatih Akın mit. Im Rahmen des Festivals Dogland - Junges postmigrantisches Theater ist er musikalischer Leiter des szenischen Liederabends Gazino Arabesk (Regie: Neco Çelik).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
GAZINO ARABESK
DIE SCHWÄNE VOM SCHLACHTHOF
Simone Dede Ayivi
Simone Dede Ayivi wurde in Hanau am Main geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim. Während ihrer Studienzeit realisierte sie mehrere Theaterproduktionen und war Teil des Leitungsteams am Theaterhaus Hildesheim, wo auch ihre letzte Inszenierung Vampire – Panoptikum der Wiedergänger Premiere hatte. Von 2008 bis 2010 war sie auch für das Programm der Nachtbar des Theaters für Niedersachsen zuständig. Als künstlerische Leiterin dieses theatralen Late-Night-Formates bewies sie sich als Organisatorin, Kuratorin, Regisseurin und Performerin.
Der kleine Bruder des Ruderers ist ihre erste Inszenierung am Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
Kaya Behkalam
Kaya Behkalam wurde geboren im ummauerten Berlin am dem Tag, an dem der letzte VW Käfer die Produktionshalle verließ. Geschult als Magier, Ringkämpfer, Gebrauchtwagen- und Teppichhändler in Bombay, Berlin und Täbris, ist er der Autor verschiedener Bücher, darunter: Iconoclastic Superfantastic, London, 2007; A spectre haunting Europe: the middle eastern migrant and the German Angst, Hamburg, 2005; Self-exoticism as the easiest way to wealth and fame, Teheran/Berlin, 2006; und das bald erscheinende Concise Dictionary of Negation, English-Arabic, Damaskus 2009. Daneben besitzt er eine Fabrik in Adana, die Kunstinstallationen auf Bestellung produziert. Er ist zudem Co-Direktor des Museum Of The Occident (MOTO).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
HAPPY REVOLUTION
TEMPORARY MUSEUM OF SUBJECTIVE HISTORIES, TEHRAN-BERLIN, 1979–2009
Vernesa Berbo
Vernesa Berbo wurde in Priboj im ehemaligen Jugoslawien geboren. Von 1987 bis 1991 studierte sie an der Staatlichen Akademie für Schauspielkünste in Sarajevo unter anderem bei Emir Kusturica. Sie schauspielte und sang in verschiedenen Theatern im ehemaligen Jugoslawien. 1992 flüchtet sie vor dem Krieg nach Berlin und trat in Berliner Theatern auf; u.a. Gripstheater, Ufa-Theater, Theater Strahl. Ihr Fernsehdebüt gab sie 1997 in der TV-Produktion Lea Katz - Die Kriminalpsychologin: Einer von uns. Mit ihrer Gruppe Amala steht Berbo regelmäßig als Sängerin auf der Bühne. 2007 war das Stück Landschaften - Synchronisation der Fluchtwege von und mit Branko Simic, Vernesa Berbo und Jons Vukorep im Rahmen des Festivals beyond belonging am Hebbel am Ufer zu sehen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
SCHATTENSTIMMEN
Mıraz Bezar
Mıraz Bezar studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB). Vor seinem Studium war er als Schauspieler beim Jungen Theater Bremen tätig. Mit der Produktionsfirma Keyframe, deren Mitbegründer er war, drehte er mehrere Imagefilme und Musikvideos. Seine Kurzfilme Berivan, Fern und Freiwild nahmen an zahlreichen internationalen Filmfestivals, u.a. in Montreal, Oberhausen, Ludwigsburg, Hamburg, Valadolid, Florence und Berlin, teil. Fern wurde 1998 auf dem Filmfestival Türkei/Deutschland und beim Kurzfilmfestival in Istanbul als bester Kurzfilm ausgezeichnet. Mıraz Bezar arbeitet als Filmregisseur und Produzent in Berlin. Sein Kinodebut Min Dît wurde auf dem 57. Internationalen Filmfestival San Sebastian mit dem renommierten »Gaztea Youth Award« und beim 17. Filmfest Hamburg mit dem Nachwuchspreis »Die Elfe« ausgezeichnet. Min Dît ist der erste kurdischsprachige Film, der beim nationalen Wettbewerb des wichtigsten türkischen Festivals von Antalya (2009) gezeigt wurde.
Das Märchen vom letzten Gedanken ist sein Theaterdebut am Ballhaus Naunynstraße.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN
Maxim Biller
Maxim Biller wurde als Kind russisch-jüdischer Eltern in Prag geboren und emigrierte mit seinen Eltern und seiner Schwester 1970 nach Westdeutschland. Er studierte in Hamburg und München Literatur. Nach einem Studium an der Deutschen Journalistenschule in München begann er für Tempo, Spiegel und Zeit zu schreiben. Berühmtheit erlangte seine Extremkolumne 100 Zeilen Hass im Magazin Tempo. Sein erster Erzählband Wenn ich einmal reich und tot bin erschien 1990. Seither hat Maxim Biller insgesamt sechzehn Bücher veröffentlicht, darunter die Romane Die Tochter und Esra. Letzterer wurde im Jahre 2003 gerichtlich verboten. Seine Werke sind ins Dänische, Englische, Französische, Griechische, Niederländische, Koreanische und Tschechische übersetzt worden.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DIE LANGE NACHT DES GEBRAUCHTEN JUDEN
Nuran David Calis
Nuran David Calis wurde in Bielefeld geboren. Er studierte an der Otto-Falckenberg-Schule Regie und assistierte an den Münchner Kammerspielen und dem Schauspielhaus Zürich. In der Spielzeit 2002/2003 inszenierte er am Münchner Volkstheater Romeo und Julia mit Jugendlichen von der Straße und
verschiedenen Hip-Hop-Gruppen. Sein erstes Theaterstück DOG EAT DOG - Raus aus Baumheide wurde im Rahmen der Autorentheatertage 2003 am Thalia Theater als Werkstattinszenierung vorgestellt und im gleichen Jahr uraufgeführt. Sein zweites Theaterstück DOGLAND, das wie DOG EAT DOG Erlebnisse aus Baumheide verarbeitet, ist beim Fischer Verlag erschienen.
Im November 2006 wurde Nuran David Calis in der Kategorie Bester Nachwuchsregisseur mit dem Nestroy Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus ist Calis Drehbuchautor und Regisseur des Kinospielfilms Meine Mutter, mein Bruder und ich, der in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und der Produktionsfirma MTM der Produzentin Gloria Burkert (Nirgendwo in Afrika) entstanden ist.
Am schauspielhannover inszenierte er 2007 seine vielbeachtete Bearbeitung von Frank Wedekinds Frühlings Erwachen!, die zum Berliner Theatertreffen 2008 eingeladen wurde. In der Spielzeit 2007/2008 inszenierte er Kabale und Liebe von Friedrich Schiller. In der Spielzeit 2008/2009 inszenierte er am Thalia in der Gaußstraße sein neues Stück Einer von uns (Premiere am 5. November 2008).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CAFÉ EUROPA vs. DOG EAT DOG
DOGLAND
Can Candan
Can Candan arbeitet als unabhängiger Filmemacher und wissenschaftlicher Mitarbeiten an der Bogazici Universität in Istanbul. Er studierte Film und Video am Hampshire College und Film und Medienkunst an der Temple Universität, USA. Seine Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Festivals, Konferenzen, in Galerien und im Fernsehen gezeigt. Er unterrichtete Film an Universitäten und Ausbildungszentren in den USA und in der Türkei. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Istanbul. Er ist Gründungsmitglied von docIstanbul, einem Zentrum für Dokumentarfilmstudien.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DUVARLAR / MAUERN / WALLS
Wagner Carvalho
Wagner Carvalho wurde 1966 in Belo Horizonte geboren. Nach seiner Ausbildung zum Tänzer, Schauspieler und Sprecherzieher war er künstlerischer Leiter der Theaterschule Núcleo de Estudos Teatrais – NET in Belo Horizonte.
Er studierte Theaterwissenschaften an der FU-Berlin (1996–2000) und war Stipendiat u.a. des Goethe-Instituts und des brasilianischen Kultusministeriums. Seit 17 Jahren ist er in Deutschland und Brasilien in der freien Projektarbeit tätig, u.a. am Berliner Ensemble, dem Grips Theater und für freie Produktionen. In Deutschland und Brasilien konzipiert und führt er künstlerisch-gesellschaftliche Veranstaltungen durch, u.a. Fragmentos, 2000 Travessia. Er ist Gründer und Organisator des Forum brasileiro da dança, der Vereinigung der brasilianischen TänzerInnen und ChoreografInnen in Berlin. Organisation der Veranstaltungsreihe Blequitude in Zusammenarbeit mit der Werkstatt der Kulturen und der Heinrich Böll Stiftung im November 2002. Er ist Begründer und künstlerischer Leiter des brasil move berlim – Festival des zeitgenössischen brasilianischen Tanzes, das 2009 zum vierten Mal stattfand.
Am Ballhaus Naunynstraße initiierte Carvalho mit project in/out eine neue Plattform für künstlerische Arbeiten aus der Tanz-, Theater-, Musik- und Performanceszene.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
MARAVILLOSA
Neco Celik
Neco Çelik lebt und arbeitet als Film- und Theaterregisseur in Berlin. Seit 1993 ist er als Medienpädagoge im Kreuzberger Jugendkulturzentrum NaunynRitze für den Bereich Kommunikation und Filmprojekte zuständig. Gleichzeitig entstanden ab 1997 erste fiktive Dokumentationen wie 36 m² Stoff, sowie der Spielfilme Alltag (2002) und diverse Kurzfilme. Für seinen Spielfilm Urban Guerillas (2003) erhielt er 2004 den Publikumspreis beim Festival Türkei/Deutschland bei der Nürnberg und Würzburger Filmwoche. 2006 drehte Çelik die TV-Dokumentation Kreuzberger Nächte – Junge Türken in Berlin, der in der Reihe 37 Grad im ZDF ausgestrahlt wurde. 2007 folgte die 3Sat TV-Dokumentation Ganz oben. Türkisch – Deutsch – Erfolgreich. Mit der Filmkomödie Kısık Ateşte 15 Dakika (2006) inszenierte Çelik seinen ersten Spielfilm in Istanbul. Aufsehen erregte auch Çeliks Theaterinszenierung Schwarze Jungfrauen (2006), geschrieben von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel, die es auf das Titelbild von Theater Heute schaffte und unter die besten Stücke im Jahr 2007 gewählt wurde. Es folgten 2007 Romeo und Julia (Beyond Belonging) sowie Ausgegrenzt von Xavier Durringer an den Münchner Kammerspielen. Im gleichen Jahr erhielt er ein Stipendium für die Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste, Berlin. Zuletzt inszenierte er gemeinsam mit Jugendlichen in Oberhausen einen Klima Talk, bei dem es um das soziale Klima in Oberhausen geht.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
NATHAN MESSIAS
KIEZ-MONATSSCHAU: NACHRICHTEN AUS DER NAUNYNSTRASSE I
GAZINO ARABESK
WAS WILL N. IN DER NAUNYNSTRASSE?
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
SCHWARZE JUNGFRAUEN
Nermin Celik
Die gebürtige Hamburgerin Nermin Çelik absolvierte nach dem Abitur die Schauspielschule Charlottenburg, Berlin, unter der Leitung von Valentin Platareanu. Bereits während des Studiums debütierte sie am jüdischen Theater Schachar in Hamburg, wo sie in Gojim (2002) ihre erste Hauptrolle als Esther spielte. Anschließend folgten kleinere Engagements, u.a. an der Staatsoper Berlin unter der Regie von Adriana Altaras in HypOp II (2003).
In der Theaterinszenierung Schwarze Jungfrauen (2006), geschrieben von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel, die es auf das Titelbild von Theater Heute schaffte und unter die besten Stücke im Jahr 2007 gewählt wurde, spielt sie die viel diskutierte Rolle der Studentin.
Im gleichen Jahr begann sie als Autorin und Regisseurin mit den Dreharbeiten zur Dokumentation Das perfekte Demoband, Produktion Corduafilm.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
SCHWARZE JUNGFRAUEN
Lucia Chiarla
Lucia Chiarla wurde in Genua geboren und lebt seit 2005 in Berlin. Sie absolvierte die Schauspielausbildung an der Hochschule für Darstellende Kunst Paolo Grassi in Mailand und der Ecole des Maitres in Venedig. In Italien arbeitete sie an den Stadttheatern von Rom, Mailand und Genua. Seit 1997 schreibt sie mit großem Erfolg eigene Drehbücher. Mit Bye, bye Berlusconi stellte sie 2006 ihren ersten eigenen Film vor (Hauptdarstellerin und Co-Autorin mit Jan Henrik Stahlberg), der im Rahmen von Panorama Spezial auf der Berlinale gezeigt wurde. Seit 2007 arbeitet sie zusammen mit Manuela Naso am Projekt Woanders leben des Teatro Instabile Berlin (Schauspiel und Dramaturgie) und ist im Vorstand des TIB.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
AUFBRUCH AUS TROJA
Gilvan Coêlho de Oliveira
Gilvan Coêlho de Oliveira wurde in Recife, Brasilien, geboren. Nach seinem Architekturstudium in Brasilien absolvierte er dem Masterstudiengang Bühnenbild / Szenischer Raum an der Technische Universität Berlin. Seit 2004 ist er freischaffend für Tanz- und Theaterproduktionen u.a. mit Canan Erek, Constanza Macras / Dorkypark, Fernanda Guimaraes sowie den Regisseuren Tilmann Köhler, Nico Dietrich und René Braun.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DER KLEINE BRUDER DES RUDERERS
CUPPA CHAR
Josie Thamar Cáceres
Josie Thamar Cáceres (Ecuador) ist Gründungsmitglied, Leiterin, Choreografin, Tänzerin und Lehrerin von Frente de Danza Independiente, eines der wichtigsten zeitgenössischen Tanzensembles in Ecuador sowie Organisatorin der interdisziplinären Plattform Body Aesthetics Encounter. Zu den zahlreichen Veranstaltungen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes in Ecuador, die sie produziert und initiiert hat, gehört u.a. das Festival No más Luna en el Agua.
Am Ballhaus Naunynstraße war Josie Thamar Cáceres zusammen mit Federica Folco im Rahmen von project in/out, kuratiert von Wagner Carvalho, mit ihrem Tanzstück Maravillosa im Mai 2009 zu sehen.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
MARAVILLOSA
Liviana Daví
Liviana Daví wurde 1976 in Italien geboren und studierte den von Umberto Eco gegründeten Studiengang Kommunikationswissenschaft an der Universität Bologna. Sie arbeitet seit 2001 als Video- und Filmemacherin in Berlin und realisiert Kurzfilme, Musikvideos und Dokumentationen. Für den Berliner Sender MotorTV war sie als Cutterin und Kamerafrau tätig. Sie drehte mit dem Kollektiv Gold in Berlin DVDs und Musikclips für Bands wie Beatsteaks, Witch, Dinosaur Jr. und Sonic Youth.
2006 rief sie die B.I.G. in Xberg-Initiative ins Leben, die Video-Workshops für Mädchen anbietet und in Kooperation mit verschiedenen Institutionen (z.B. Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg, StreetUniverCity Berlin, Theater der Migranten) umgesetzt wurde.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KIEZ-MONATSSCHAU: NACHRICHTEN AUS DER NAUNYNSTRASSE II
Stefan Demming
Stefan Demming schloss an sein Studium von Kunst und Geschichte ein Studium der Freien Kunst bei Jean-François Guiton im Atelier für Zeitmedien an der HfK Bremen an. Seit 2007 arbeitet er als freischaffender Künstler im Bereich Video und Installation in Berlin. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt derzeit auf audiovisuellen Kompositionen und Choreografien. Er arbeitet mit Musikern und Performern zusammen, aber auch seine eigenen Installationen beruhen auf einer Erfahrung der Zuschauer in Raum und Zeit. 2000 erhielt Demming den Videoinstallationspreis der Stadt Marl für Nightmares. Es folgten weitere Preise und Stipendien, u.a. der Bremer Förderpreis für Bildende Kunst für Notaki #4 (2001), der OLB-Medienkunstpreis European Media Art Festival für Frau am Boden (2002) und ein DAAD-Reisestipendium für die USA für The Greatest Show on Earth (2007).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAMPF. LANDSCHAFT DANACH
İsmail Deniz
İsmail Deniz wurde in Dinslaken geboren. Er studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Als Schauspieler stand er u. a. am Volkstheater Wien in den Inszenierungen Nuran David Calis Die Räuber und Macbeth auf der Bühne, sowie bei den Ludwigshafener Festspielen 2007 in Hansgünther Heymes Inszenierung Heiliges Land. 2007 spielte er in der deutschsprachigen Erstaufführung Ausgegrenzt von Xavier Dürringer an den Münchener Kammerspielen (Regie: Neco Çelik) und in Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke? (Regie: Nurkan Erpulat) beim Festival Beyond Belonging (2007) am Hebbel am Ufer, Berlin. Außerdem wirkte er in mehreren Spielfilmen mit, so z. B. in Armee der Stille und Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
NATHAN MESSIAS
CAFÉ EUROPA vs. DOG EAT DOG
Lutz Deppe
Er wurde 1962 in Deutschland geboren. Nach achtjähriger Erfahrung als Photograph mit Veröffentlichungen für diverse Labels wie Torofon, Wergo, Weltwunderrecords, Verlage wie DuMont, Prestel, Edition Cantz und Ausstellungen in Berlin, Köln, Hannover arbeitete Lutz Deppe 1995 das erste Mal ausschließlich mit Licht. Zusammen mit Susanne Linke entwickelte er die Lichtgestaltung für den Tanzfilm Märkische Landschaften. Danach folgte eine Assistenz bei Jean Kalman für die Opera de Lyon, Lenz von Wolfgang Rhim. Seitdem arbeitete er mit vielen Tanzcompagnien und mit zeitgenössischen Komponisten. Mit der Produktion Yoshi Oidas Die Zofen erhielt er in London den Time out award for the best outstanding production of the year 2003. In den letzten Jahren waren Lichtinstallationen u.a. bei der Expo 2000 und in der Cité de la Musique in Paris 2003 zu sehen. Seit 2004 ist Lutz Deppe Dozent an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Zürich.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CUPPA CHAR
Silvina Der-Meguerditchian
Silvina Der-Meguerditchian wuchs als Enkelin armenischer Großeltern in Argentinien auf und arbeitet heute als Bildende Künstlerin in Berlin. In ihrer Arbeit wird die Erinnerung an die Vertreibung und das Verschwinden der Armenier aus ihrer Heimat immer wieder zum Gegenstand der künstlerischen Auseinandersetzung. Dabei steht der eigentliche Prozess des Verbindens und Auflösens, der Konstruktion und Dekonstruktion von Identität stets im Fokus. Zu ihren wichtigsten Ausstellungen zählen Urbane Realitäten – Fokus Istanbul (Berlin, Martin-Gropiusbau, 2005), Reality Crossing (Fotofestival Mannheim / Ludwigshafen / Heidelberg, 2007) sowie ihre Soloshow Die Textur der Identität (Centro Cultural Recoleta, Buenos Aires, 2004). 2005 gründete sie die virtuelle Dialog-Plattform für zeitgenössische armenische Künstler www.underconstructionhome.net. 2007 kuratierte sie die erste Off-Repräsentation der armenischen Diaspora während der 52. Biennale in Venedig.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAHVEHANE: TURKISH DELIGHT – GERMAN FRIGHT?
Toby Dope
1975 im ausgehenden analogen, und in den Anfängen des digitalen Zeitalters geboren, wuchs Toby »Cherubee« Dope in Berlin-Reinickendorf, im Märkischen Viertel auf. Die ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er Mitte der 80er mit dem Computer Commodore C-64. Anfang der 90er spielte er E-Gitarre in diversen Hardcore/Metal Bands. Während der Ausbildung 1998 zum Audio Engeneer an der SAE Berlin begann er mit den ersten Filmmusik-Produktionen für kleine Video- und Multimedia-Projekte. 2001 zog er nach Kreuzberg, unterstützte als Musiker, Produzent, Designer und Web-Admin diverse Produktionen und Projekte, u.a. von Volkan T., Tamer Yiğit, Killa Hakan und Ceza. Heute führt Toby »Cherubee« Dope mit Volkan T. das Label Ruffmix Recordings, zusammen produzieren sie u.a Musik für Theater und Film. Zusammen mit Volkan T. veranstaltet er am Ballhaus Naunynstraße die Tanz Dich Tot-HipHop Lounge und komponierte die Musik für die Inszenierung Nathan Messias von Günter Senkel und Feridun Zaimoğlu (Regie: Neco Celik), die im April 2008 zur Uraufführung kam.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
NATHAN MESSIAS
TANZ DICH TOT
Sophie Du Vinage
Sophie du Vinage wurde 1982 in Dresden geboren. Sie absolvierte verschiedene Praktika im Bereich Bühnen- und Kostümbild, u.a. am Staatsschauspiel Dresden und am Deutschen Theater Berlin und studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Henning Schaller und Johannes Leiacker.
Bereits während des Studiums arbeitete sie als Ausstattungsassistentin am Staatsschauspiel Dresden, an der Schaubühne Berlin und am Burgtheater Wien. An der Schaubühne folgten seit 2008 eigene Arbeiten. Sie gestaltete u.a. Bühne und Kostüme für WEG / Die Zwiefachen (Regie: Uta Plate), Kostüme für Megalopolis von Constanza Macras, DorkyPark (Regie und Choreographie: Constanza Macras) und Kostüme für Die Kontrakte des Kaufmanns von Elfriede Jelinek (Regie: Pedro Martins Beja).
Außerdem arbeitete sie seit 2008 als Bühnen- und Kostümbildnerin u.a. am Staatsschauspiel Dresden (Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart, Regie: Andreas Baumann), am Theater Jena (Krieg – Vater der Dinge, Regie Heiko Kalmbach und Mario Keipert) Theater und Philharmonie Gera (u.a. Königskinder von Humperding als Oper am Klavier, Regie Christiane Wenke), am bat Berlin ( u.a. Leonce und Lena von Büchner, Regie David Schliesing). Zuletzt arbeitete sie als Kostümbildnerin für Oper am Nationaltheater Weimar (Eugen Onegin, Regie Susanne Oegland).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
WARTEN AUF ADAM SPIELMAN
Hülya Duyar
Hülya Duyar lebt seit 1978 in Berlin. Zur Schauspielerei kam sie als Quereinsteigerin. Neben einer privaten Schauspielausbildung u.a. bei Heinz Schubert, Yilmaz Onay, Matthew Burton, Jülide Kural und Matthias Gröpler nahm sie an Workshops zur Commedia del Arte, zum Clownspiel, Maskenspiel sowie zur Maske für Film und Theater teil. Sie ist seit 20 Jahren auf verschiedenen deutschen Bühnen zu sehen. Außerdem spielte sie in deutschen und türkischen Filmen und TV Serien. Zur Zeit spielt Hülya Duyar in der bekannten türkischen TV-Serie Gönülcelen die Rolle der Kadriye.
Als Regisseurin inszenierte Hülya Duyar 2006 das Theaterstück Die Nacht kurz vor den Wäldern von Bernard-Marie Koltès.
Hülya Duyar nutzt ihr soziales Engagement u.a. für die Gründung der Jugendtheatergruppe Ses, mit der sie verschiedene Theaterstücke inszenierte. Einstudiert wurde u.a. das Jugendprojekt Hobo. Als Mitbegründerin der Produktionsfirma mpool produziert Hülya Duyar verschiedene Projekte und ist u.a. für das Casting zuständig. Auch die Entwicklung von Film- und Theaterstoffen gehört zu ihrem Aufgabengebiet.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KLASSENTREFFEN – DIE 2. GENERATION
Bea Ehlers
Bea Kerbekian Ehlers ist die Tochter einer armenischen Mutter und eines deutschen Vaters. Als Bühnenschauspielerin war sie von 1996 bis 2003 an der Landesbühne Wilhelmshaven fest engagiert. Darüber hinaus spielte sie in zahlreichen internationalen und interkulturellen Theaterprojekten als Schauspielerin und Projektleiterin, u.a. für das Theatro del Carmen Velez-Malaga, das Armono-Theaterfestival Eriwan, das Stanislavski Theater Eriwan, den UNESCO-Weltkongress ITI und das Projekt Osteuropa des Fonds Darstellende Künste. Sie gewann Preise beim Moscow International One Man Show Festival, beim Internationalen Vidlunnya-Mono-Drama-Festival in Kiew und beim Internationalen Armono-Monologfestival in Eriwan. Außerdem wurde sie mit dem armenischen Theaterpreis Artavazd geehrt.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN
Nezaket Ekici
Nezaket Ekici wurde in Kirşehir in der Türkei geboren und lebt und arbeitet heute in Berlin und Stuttgart. Sie studierte Kunstpädagogik an der LMU in München und absolvierte daraufhin als Meisterschülerin ein Studium der Performance bei Prof. Marina Abramovic an der Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig.
Sie hat an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen, u.a. Haus der Kunst in München (2000), 50. Venice Biennale (2003), P.S.1 New York (2004), Van Gogh Museum Amsterdam (2005), Reina Sophia Museum/Madrid (2005), Proje 4L Elgiz Museum of Contemporary Art, Istanbul, (2005); FOI#3 International Performance Art Event, Singapore (2006), Triennale Bovisa Museum Mailand (2008),5. Lateinamerikanische Bienale der Visuellen Kunst, Brasilien (2009).
Sie erhielt u.a. ein Stipendium des Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung (2002); der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (2003); Künstlerhäuser Worpswede (2004); Kulturaustausch Stipendium des Berliner Senats für BM Contemporary Art Center Istanbul (2005); der Stiftung Kunstfonds Bonn (2005) und der Kunststiftung Baden-Württemberg (2006) sowie Schloß Wiepersdorf (2007); Fado International Artist in Residency programm Toronto Canada (2008) und Projektförderung von Goethe Institut Inter Nationes Tbillisi/Georgien (2009).
Inszenierungen/Veranstaltungen:
5 SINNE AUF TÜRKISCH
Amit Epstein
Amit Epstein wurde in Tel Aviv geboren. Er studierte Kunst an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem, wo er den Bezal’el Prize for Excellence sowie den Meisler Prize for Design gewann. Daraufhin besuchte er die Haute Couture Klasse von Vivienne Westwood an der UdK in Berlin. Seit 2007 arbeitet Amit Epstein mit der israelischen Regisseurin Yael Ronen. Er war zudem als Kostümbildner und Dramaturg u.a. am Staatsschauspiel Dresden, am Zeitgenössischen Theater Breslau, an der Schaubühne Berlin und am Theater der Welt Festival in Halle tätig. Als Regisseur realisierte Amit Epstein szenische Videos, die in mehreren Galerien und internationalen Filmfestivals gezeigt wurden, z.B. am Kurzfilmfestival in Clermont-Ferrand, in der deutschen Kurzfilmauswahl des deutschen Kurzfilmverbands, im InterFilm-Festival in Berlin und im Jewish Film Festival Berlin und Potsdam.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN
Canan Erek
Canan Erek wurde in Istanbul geboren. Sie arbeitet als Choreografin und Tänzerin in Berlin. Nach einer klassischen Tanzausbildung in Ankara setzte sie von 1987 bis 1991 ihr Studium an der Folkwang Hochschule in Essen fort. Von 1992 bis 1996 folgte ein Choreografie-Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst-Busch in Berlin. Von 1996 bis 2004 erarbeitete sie eigene Choreografien in Berlin, u.a. Geschwindigkeitsfalle (2002), E/m=c² (2001) und la fortune und time(less) im Jahr 2000. Ihre Choreografien wurden in Berlin am Theater Hallesches Ufer, Ballhaus Naunynstraße, Kunsthaus Tacheles und bei den Tanztagen im Pfefferberg sowie auf verschiedenen Festivals außerhalb Berlins gezeigt. Von 2004 bis 2007 übernahm sie die künstlerische Leitung der Company des Leipziger Tanztheaters. In dieser Zeit entstanden die drei Choreografien jet room, LTT24 und failed. Als Choreografin war sie u.a. bei Ariadne auf Naxos (Australian Opera in Sydney) und Flucht Wege (Hans Otto Theater, Potsdam) beteiligt. Seit 2007 lebt und arbeitet Canan Erek wieder in Berlin. 2008 arbeitete sie als Choreografin bei der Theaterproduktion Haltestelle Geister. Außerdem leitet sie verschiedene Schulprojekte, u.a. bei TanzZeit und dem Education-Programm der Berliner Philharmoniker.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
CUPPA CHAR
DIE ANDEREN
Melek Erenay
Melek Erenay absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg. Sie lebt in Hamburg und arbeitet als freischaffende Schauspielerin und als Dozentin an der Schule für Schauspiel O33 und in der Winterhuder Schule Hamburg. Erenay spielte in Kurzfilmen der Medienakademie, der Hamburger Media School und in verschiedenen Inszenierungen in Bremen, Klagenfurt und Hamburg. In Berlin war Erenay 2006 in Neco Çeliks aufsehenerregenden Inszenierung Schwarze Jungfrauen zu sehen. 2008 arbeitete sie nochmals mit Çelik in Invasion! und 2009 spielte sie in Nurkan Erpulats Inszenierung Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
KAMPF. LANDSCHAFT DANACH
SCHWARZE JUNGFRAUEN
LÖ BAL ALMANYA
Pınar Erincin
Sie wurde in Krefeld geboren. Als Tochter von Schauspielereltern war sie bereits früh in ihrem Leben mit dem Beruf verbunden. Im Alter von sechs Jahren hatte sie in Oberhausen ihren ersten Theaterauftritt. Mit zwölf Jahren folgen Rollen und Auftritte in Fernsehserien. So war sie seitdem in zahlreichen Serien wie Stadtklinik, Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei und Dr. Stefan Frank zu sehen.
Aufmerksam wurde man auf sie besonders durch ihr Kinodebüt 2004 in dem Film En Garde (Regie: Ayşe Polat), wofür sie zusammen mit Maria Kwiatkowsky den Schauspiel-Preis beim Internationalen Filmfestival von Locarno erhielt.
Im Rahmen des Festivals beyond belonging spielte sie 2006 in der Theaterinszenierung Schwarze Jungfrauen von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel (Regie: Neco Celik) am Hebbel am Ufer.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
SCHWARZE JUNGFRAUEN
Nurkan Erpulat
Nurkan Erpulat wurde 1974 in Ankara geboren. Er studierte Schauspiel in Izmir und Schauspielregie in Berlin. Er arbeitet vornehmlich in Berlin, aber auch in Hannover, Linz, Heilbronn und Dresden. Zu seinen Regiearbeiten zählen u.a. Faked, Jenseits – Bist du schwul oder bist du Türke?, Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht, Türkisch-Gold. Seine beiden Inszenierungen mit Jugendlichen (Heimat im Kopf und Familiengeschichten am Staatstheater Hannover) wurden zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen. Der Regisseur hat am Ballhaus Naunynstraße Schattenstimmen auf die Bühne gebracht. Er ist Mitglied im Beirat zur Förderung der interkulturellen Projektarbeit der Berliner Senatskanzlei und als Lehrbeauftragter an der UdK Berlin tätig. Nach seiner neuesten Produktion Lö Bal Almanya wird Nurkan Erpulat Verrücktes Blut im Rahmen der Ruhrtrienale in Kooperation mit dem Ballhaus Naunynstraße inszenieren.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
SCHATTENSTIMMEN
JENSEITS – BIST DU SCHWUL ODER BIST DU TÜRKE?
LÖ BAL ALMANYA
VERRÜCKTES BLUT
Aylin Esener
Aylin Esener wurde in Buxtehude geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg ging sie 2000 mit einem Festengagement an das Theater Aahen. Dort spielte sie u.a. in den Inszenierungen Feuergesicht und Emilia Galotti. Für ihre Darstellung der Maria und Elisabeth in Maria Stuart und der jungen Frau in Die Nacht singt ihre Lieder, beides inszeniert von Christoph Ernst, wurde sie zur Schauspielerin des Jahres nominiert. Außerdem war sie in norway.today unter der Regie von Ali M. Abdullah zu sehen. Von 2003-2006 war sie festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater und war dort u.a. in der Regie von Nicolas Kimmigs Inszenierung Wolken ziehen vorüber und als Bille in Auf der Greifswalder Straße unter der Regie von Jürgen Gosch zu sehen.
Ihr Soloabend Lust auf was Anderes – Canım başka bir şey istiyor in der Regie von Niels Kurvin wurde im März 2007 in Aachen uraufgeführt und gastierte bereits in Hamburg, Ludwigshafen, Karlsruhe, Bremen und im Ballhaus Naunynstraße. Aylin Esener ist Mitglied der Band Postpank.
Inszenierungen/Veranstaltungen:
LUST AUF WAS ANDERES