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Stückbearbeitung
Tunçay Kulaoğlu, Michael Ronen

Bühne und Kostüm
Sophie du Vinage, Sylvia Rieger 

Lichtdesign
Shachar Werechson 

Komposition
Nevzat Akpınar 

Bühnenmusik
Jorgos Psirakis 

Dramaturgie
Irina Szodruch, Tunçay Kulaoğlu  

Mit
Elmira Bahrami
Vernesa Berbo
Melek Erenay
Cem Sultan Ungan
Mehmet Yılmaz

 

Trailer



Ein Projekt von Kultursprünge e.V. Erstproduktion gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Interkulturelle Projektförderung des Landes Berlin. Unterstützt von Circus Schatzinsel. Aufführungsrechte beim Verlag der Autoren, Frankfurt am Main.

Foto: Esra Rotthoff

PERİKIZI

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Ein Traumspiel
Von Emine Sevgi Özdamar
Regie: Michael Ronen
12.–15. Mai 2012, 20 Uhr

Perikızı, ein junges Mädchen aus Istanbul, bricht die Schule ab und geht nach Deutschland, um Schauspielerin zu werden – allen Mahnungen von Eltern und Großmutter zum Trotz. Denn ihr größter Traum ist es, eines Tages mit der Rolle der Titania aus dem Sommernachtstraum sämtliche Bühnen Europas zu erobern. Sie kommt im Wunderland Deutschland an, mit einem einjährigen Arbeitsvertrag, und muss zunächst Hühnereier verpacken. Auf ihre naive und unbekümmerte Art bewegt sie sich traumwandlerisch durch eine Welt, in der Zeit und Raum aufgehoben zu sein scheinen. Träume und Traumata von Millionen von Menschen verdichten sich in Perikızıs Geschichte, in der sie manchmal frech, manchmal melancholisch versucht, ihr Ziel zu erreichen.

PERİKIZI


Das Stück basiert auf Özdamars autobiographischem Roman Die Brücke vom Goldenen Horn und wird vom israelischen Regisseur Michael Ronen als ein Traumspiel inszeniert hat, in dem die mündlichen Erzähltraditionen des Orients mit den Märchenwelten des Abendlandes eine unzertrennliche Einheit bilden. Erzähllust hat keine Heimat. Ihre Sprache nährt sich von einer Wortgewalt, deren Ursprung man nicht verorten kann, auch nicht will.

Perikızı arbeitet in einer Hühnerfabrik in einem halbverbrannten Wald. Es handelt sich dabei um die Idee der Illusion von einem Ort, an dem alles möglich ist. Das Wunderland ist ein Zirkus, eine Spaßgesellschaft. Aber es werden auch düstere Geschichten erzählt im Sinne der Gebrüder Grimm. Es wird gesungen auf der Bühne, in unterschiedlichen Sprachen: Bosnisch, Griechisch und Türkisch... Am Ende wird Perikızı wieder mit der Warnung ihrer Familie konfrontiert. Der Kreis schließt sich und nur eins ist sicher: Titania ist reifer geworden!

Zu sehen ist ein Spiel über Träume und Klischees, Traumata und Ideologien, Vorurteile und Lebenswünsche. – Deutschland Radio Kultur

...eine Fabel von Aufbruch und Emanzipation, von geplatzten Hoffnungen, Demütigungen und haupterhobenem Trotz. – Der Tagesspiegel

 

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