Bühne und Kostüm
Sylvia Rieger
Licht
Shachar Werechson
Dramaturgie
Irina Szodruch
Video (Regie & Schnitt)
Katharina Wyss
Video (Kamera)
Cornelius Plache
Videotechnik
Benjamin Krieg
Maske
Adriana Metzlaff
Produktionsleitung
Fabian Langer
Regieassistenz
Jule Sievert
Regiehospitanz
Rike Nölting
Mit
Knut Berger
Marleen Lohse
Mehmet Yilmaz
Maryam Zaree

Eine Produktion von Kultursprünge e.V., entstanden im Rahmen von »Europe Now«, gefördert durch das EU Culture Programme. Aufführungsrechte beim Verlag der Autoren, Frankfurt am Main.
Mit freundlicher Unterstützung
Foto: Esra Rotthoff
BEG YOUR PARDON

Von Marianna Salzmann
Regie: Hakan Savaş Mican
25.–29. September 2012, 20 Uhr
Thea will weg, auswandern von der Welt. Sie ist schwanger, ihr Freund Filip freut sich auf das gemeinsame Kind. Doch der Lebensentwurf, für den sie sich entschieden hat, erdrückt sie. Von ihrer Freundin Marwa, die auf Grund neuer Gesetzeslage aus dem Land abgeschoben wurde, fühlt sie sich allein gelassen. Thea ist getrieben von der Heuchlerei der bürgerlichen Konzepte eines erfüllten Lebens und geht. Sie landet in Malaja – einem paradiesisch wirkenden Ort, an dem es scheinbar genug Platz für alle gibt. Thea versucht, ihre innere Unruhe abzulegen, doch ihre Geister stecken ihr buchstäblich im Hals.
Theas Reise führt sie immer wieder an den Punkt, an dem sie sich selbst ins Gesicht schauen muss. Und immer mehr ähnelt die neue Welt der alten, die Sätze, die Situationen wiederholen sich. Sie will zurück, nur geht das nicht. Das Zurückkehren wird zum Betreten eines neuen Raums, in dem Thea die Regeln nicht mehr beherrscht, der nicht mehr ihrer ist.
Die Autorin Marianna Salzmann ist 2012 mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker ausgezeichnet worden. Beg your pardon basiert auf Interviews, die Salzmann mit Politikern rechter Parteien und Betroffenen der neuen Einwanderungsgesetze Europas geführt hat.
Die Uraufführung ist der deutsche Beitrag im europäischen postmigrantischen Theaternetzwerk »Europe Now«.
Pressestimmen
Maryam Zaree macht Thea zu einer ebenso zerbrechlichen wie eindringlichen Unbedingtheitsfanatikerin – Esther Slevogt, taz
"Beg your pardon" ist ein Theaterabend, der einen nicht kalt lässt. Denn die Figuren suchen mit einer Ernsthaftigkeit und Radikalität nach dem Individuell richtigen Leben im politisch wie ökonomisch so grausam falschen Leben, was man selbst schon vor einer ganzen Weile aufgegeben hat. "Beg your pardon" ist eine Aktivierungspille zur rechten Zeit und zugleich dank seiner multiperspektivischen Struktur auch eine Warnung vor blindem Aktionismus. – Tom Mustroph, ZITTY